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Smalte.
men und sammeln sich am Boden der Tiegel als sogenannte Kobalt-oder Nickelspeise (darunter sammelt sich zuweilen noch metalli-sches Wisrnuth); so lange die Speise noch eine Spur Kobalt ent-hält, kann das Glas kein Nickel enthalten und man vermag daher auchErze, welche zu stark geröstet worden sind, beim Glasschmelzen durchZusatz von Erzen, welche Arsenkobalt enthalten, zu verwenden undein nickelfreies Glas zu erhalten.
Die gerösteten Erze bilden ein graubraunes Pulver. Dieses wirdmit Quarzpulver, welches man durch Erhitzen von Quarz und Ab-schrecken in Wasser, Mahlen mit Wasser und nochmaliges Glühen imtrockenen Zustande erhalten hat, zugleich mit guter geglühter Pota3che inhölzernen Trögen sorgfältig gemischt und in Tiegel eingesetzt, die ineinem den Glasöfen ganz ähnlichen Ofen erhitzt werden. Man mischtdem Satze nicht nur je nach der Farbe, die man erzielen will, blasseSchlämmescher zu, sondern giebt auch noch einen Theil der arsenigenSäure, die sich beim Rösten der Erze in den vordersten Theilen desCondensationsapparates abgesetzt hat, hinzu. Dieselbe ist stark kobalt-haltig, erleichtert bedeutend die Schmelzbarkeit des Gemenges undmacht die Färbung durch Eisen viel weniger merkbar, indem sie dieUeberführung des intensiv gefärbten Oxydulsalzes in wenig gefärbteskieselsaures Oxydsalz bewirkt, wobei sie selbst zum Theil reducirt undverflüchtigt wird. Man erhitzt so stark und so lange, bis nach öfteremUmrühren ein ganz gleichförmig geschmolzenes Glas in der Probe er-kannt wird, die Speise sich am Boden gesammelt und auf der Ober-fläche die Glasgalle sich geschieden hat; diese pflegt bei der Unreinheitder Potasche fast stets in beträchtlicher Menge sich zu bilden. Siescheidet sich bei ruhigem Stehen der geschmolzenen Masse oben abmit blassblauer Farbe, wesentlich aus schwefelsaurem Kali, Chlor-kalium und etwas kieselsaurem Kali bestehend. Man schiebt dieselbeab, schöpft die blaue Glasmasse mit eisernen Löffeln aus und giesstdieselbe in kaltes Wasser. Wenn der Ofen gut im Gange, so pflegteine Schmelzung 8 bis 12 Stunden in Anspruch zu nehmen, wenn je-der der acht eingesetzten Häfen mit circa 3 Centnern beschickt ist,und man erhält in 24 Stunden etwa 20 Centner Glas und 25 bis 75Pfund Speise.
Das Glas wird trocken zerstampft, gesiebt, und auf Granitsteinennass gemahlen. Der Schlamm wird nach 6 Stunden in Waschfässer abge-zapft, mit Wasser verdünnt und nach einem 8 bis 30 Minuten dauern-den Absetzen abgezapft. Der Rückstand ist Streublau, welches mitfrischem Glas nochmals vermählen zu werden pflegt. Im zweiten Fasssetzt sich binnen 1 bis 2 Stunden die Farbe ab. Man zapft dann dietrübe Flüssigkeit auf die Eschelfässer; hier setzt sich derEschel (Fass-eschel) ab. Zuletzt lässt man die Flüssigkeit in Sümpfe laufen, wosich sehr langsam der Sumpfeschel absetzt, der zu blass ausfällt, alsdass er anders wie als Zuschlag zu neuem Schmelzen zu verwendenwäre. Die feingeschlämmten Farben enthalten nur wenig Arsen, dadieses durch das viele Wasser als arsensaures Kali gelöst wurde, diegröberen Sorten und das Streublau enthalten 2 / 10 bis y i0 Proc. Arsen(Briffaudi).
') Dingl. polyt. Journ. Bd. XCYI1, S. 73.