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7 (1859) [Sabadillin - Smithsonit]
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Serpentin.

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prismatischer Pikrosminsteatit, Ophiolith, Ophit, Pikro-lith, Marmolith, Metaxit, Williamsit, Bowenit, Chrysotil,schillernder Asbest, A sbest, Amianth, Baltimorit, Antigo-rit, Bergleder, Bergkork, Bergflachs, Bergfleisch, Berg-wolle, Bergpapier. Der Serpentin enthält als wesentliche Bestand-theile Kieselsäure, Magnesia und Wasser, mit wechselnden aber nichtbedeutenden Mengen Eisenoxyduls als Stellvertreter der Magnesia;die wahrscheinlichste Formel ist: 3 (MgO . 2 HO) -4- 2 (o MgO .Fe0.2Si0 3 ). Er ist vorherrschend dicht, Gebirgsmassen und Stöckebildend, derb, eingesprengt, plattenförmig vorkommend, zum Theil auchmit blätteriger und körniger Absonderung, schieferig, pseudomorph nachverschiedenen Mineralen, auch faserig, parallel oder verworren faserig,Gangtrümmer, Platten und Adern, derbe Massen, Ueberzüge u. s. w. bil-dend, hat wegen mannichfachen Wechsels in den Mengen seiner wesent-lichen Bestandtheile und wegen Beimengungen und der verschiedenenArt des Vorkommens zahlreiche Varietäten ergeben, von denen ver-schiedene als eigene Species betrachtet worden sind, wie der Pikrolith,Williamsit, Bowenit, Antigorit, Baltimorit u. a.

Die Serpentine sind im Allgemeinen grün gefärbt, auch gelb,grau, roth, braun bis schwarz, einfarbig und bunt (die dichten), gefleckt,geädert, geflammt, gestreift, wachsartig glänzend, wenig bis matt, derfaserige (Chrysotil genannte) seidenartig glänzend, durchscheinend bisundurchsichtig; Strich weiss oder grau. Härte = 3,0 bis 4,0 ; mildeoder wenig spröde, dünne Fasern biegsam ; specif. Gewicht = 2,5 bis2,7; zum Theil etwas fettig anzufühlen, nicht an der Zunge hängend.Im Glasrohr erhitzt, giebt der Serpentin Wasser und schwärzt sichoft, vor dem Löthrohr brennt er sich meist weiss und schmilzt schwie-rig an den schärfsten Kanten; gepulvert ist er in Salzsäure, leichterin Schwefelsäure löslich.

Der Chrysotil genannte faserige Serpentin, welcher gewöhnlichheller gefärbt ist und sich in feine Fasern trennen lässt, wurde langeZeit dem Asbest oder Amianth zugezählt und mit den faserigen Abände-rungen gleichen Namens der Amphibole und Augite verwechselt, vondenen er sich jedoch bald durch den Wassergehalt unterscheiden lässt;auch sind viele mit den Namen Bergflachs, Bergfleisch, Bergleder,Bergkork, Bergpapier u. s. w. benannte Vorkommnisse, welche verwor-ren faserige Massen mit mehr oder minder fester oder lockerer Ver-bindung darstellen, dem Serpentin zugehörig, wenn auch andere Species-bei gleicher faseriger Bildung ähnliche Gebilde darstellen können.Andere faserige Serpentine sind fest verwachsen und lassen die Fasernweniger leicht trennen, wie der Pikrolith und die sogenannten verhär-teten Asbeste. Die Pseudomorphosen des Serpentins, so die von Sna-rum in Norwegen und Easton in Pensylvanien wurden auch für Kry-stalle des Serpentins gehalten, obgleich derselbe sich deutlich krystalli-sirt noch nicht gefunden hat. Als eine schieferige Varietät des Ser-pentins wurde neuerdings 1 ) durch Stockar-Escher und G. J. Brushder Antigorit nachgewiesen. K.

Kenngott's Uebersicht 1844 bis 49, S. 76 bis 82 u. 145; 1S50 bis 52, S. 58bis 60, 62 u. 63; 1853, S. 55 u. 136; 1854, S. 60 bis 62; 1855, S. 42 bis 43;1856 bis 57, S. 72 u. 73; 1858, 8. 57 bis 59 zusammengestellten Resultate zu ver-weisen. ') Kenngott's Debers. 1856 57, S. 72.