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4 (1849) [I - L]
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993
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Luftpumpe. 993

die Atmosphäre getrieben. Eine Wiederholung dieses Spiels bedingteine abermalige Verdiinnung der Luft in der Glocke u. s. f., so langeihre Ausdehnsamkeil Kraft genug besitzt, um durch die Oeffnung u desHahns in den Stiefel eindringen zu können.

Um die Luft zu verdichten, verfährt man umgekehrt, d. h. manhebt den Kolben, während die Durchbohrung so des Hahns nach obengekehrt ist. Dadurch füllt sich der Stiefel mit atmosphärischer Luft,die dann durch eine Viertels Umdrehung des Hahns in Verbindung mitdem Canale um gesetzt und durch den Niedergang des Kolbens in einbei n oder m befestigtes Gefäfs gepresst werden kann.

Die in Fig. 292 in % natürlicher Grö'fse abgebildete Luftpumpe be-sitzt bei 16 Par. Linien Stiefelweile eine zum Bedarf des Chemikers inden meisten Fällen vollkommen ausreichende Wirksamkeit, und lässt.sich doch wegen der Einfachheit der Construction für geringe Kostenherstellen. Die Bewegung des Kolbens, obschon sie unmittelbar mitder Hand geschieht, erfordert keine grofse Kraft (so lange wenigstensdie Liderung des Kolbens hinreichend mit Knocbenöl getränkt bleibt)und gestattet daher ein rasches Auspumpen. Der Stiefel kann nachBequemlichkeit eine senkrechte oder geneigte Stellung erhalten. DasGanze sitzt fest auf einem starken Brette.

Die Leitung des Hahns mit der Hand während des Auspumpens istmit einiger Unbequemlichkeit verknüpft. Man zieht daher dieserH ah n luftpump e häufig die Ventilluftpumpe vor. Letztereträgt statt des doppelt durchbohrten Hahns zwei Klappen (Ventile),von denen die eine am Boden des Cjlinders, die andere im Kolben an-gebracht ist, und welche sich beide im gleichen Sinne öffnen.

Fig. 293 zeigt einen Kolben mit Ventil. Dieses sitzt auf dem inFig. 294 besonders gezeichneten Schraubenstücke a, mitten im Kolben.Es besteht aus einem Streifen Wachstaffct r, wel-094 ches auf der geebneten Querschnittsfläche des derLänge nach durchbohrten Schraubenstücks auf-äia( gebunden ist, so dass es die Oeffnung u bedeckt.Dieselbe Einrichtung bat das im Boden des Stiefelssitzende Ventil. Hebt man den Kolben, so entsteht unter demselben ein leerer Raum; das Boden-ventil (auch Saugventil) wird durch die überwie-gende Spannkraft der Luft in der Glocke aufge-das Kolbenvenlil dagegen durch die Spannkraft der äufserenLuft fester angedrückt. Beim Niedergang des Kolbens geschieht geradedas Umgekehrte.

Soll die Pumpe zum Verdichten der in der Glocke enthaltenenLuft benutzt werden, so müssen sich, wie leicht einzusehen, beide Ven-tile im entgegengesetzten Sinne öffnen. Eine Ventillufipumpe kann alsonicht zugleich zum Verdiinnen und zum Verdichten dienen.

Das beschriebene Ventil (Blasenventil), wenn es sich auch durchseine Einfachheit empfiehlt, erlaubt keinen sehr hohen Grad der Ver-dünnung (nicht unter 5—6 Par. Linien Quecksillierdruck), weil auf dereinen oder andere Seite immer noch so viel Uehergewiclit des Drucksvorhanden sevn muss, um nach Erforderniss das Slreifchen Wachstaffctvon der Oeffnung zu heben oder fester anzudrücken.

Dieser Ue'belstand ist bei dem von dem Mechaniker Cuthbertsonzuerst in Anwendung gebrachten Metallventile beseitigt. Eine Stange deHandwörterbuch der Chemie. Bd. IV. (33

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