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4 (1849) [I - L]
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845
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Leukorcein. — Levyn. 845

«ich dann die Leucotursäure als weifses Pulver ab, während die Lan-tanursäure in Lösung geht.

Da Schlieper die Zusammensetzung der Lantanursäure (Difluan)irrthümlich = C 6 B 4 N 2 0 ä bestimmte, so nahm er an, dass beide Körperbei der Zersetzung der Alioxansäure in nothwendigem Zusammenhangeständen und suchte daher ihre Bildung durch folgende Gleichung zu erklären:

2 CWV)^ = ^HjN^ + CßHj^Qs + 4 C 0 2 + H 0Alioxansäure Leucotursäure Difluan.

Diese Ansicht erweist sich aber schon dadurch als irrthümlich, dassbeide Körper nicht in dem angegebenen Atomverhältniss erhalten wer-den ; während das Difluan immer den Hauptbestandtheil des Gemengesausmacht, tritt die Leucotursäure oft nur in sehr geringer Menge auf,und bei einer genauen Vergleichung von Schli ep er's Difluan mit derLantanursa'ure stellt es sich leicht heraus, dass ersteres nichts anderesals eine unreine, hauptsächlich mit oxalsaurem Ammoniak gemengteLantanursäure war. Die Bildung beider Säuren lässt sich demnach durchfolgende Gleichungen einfach erklären :

WA„ = S2>5£l + HO^OaAlioxansäure Leucotursäure Oxalsäure

Alioxansäure Lantanursäure Kohlensäure.

Die Ausbeute an Leucotursäure beträgt im günstigsten Fall 20—30Proc. von der angewandten Alioxansäure. Sie bildet ein schneeweifseskristallinisches Pulver, dass bei 100° ohne Zersetzung getrocknet werdenkann, und sich nicht in kaltem, aber ziemlich reichlich in siedendemWasser auflöst. Von kalter Kalilauge wird sie leicht aufgenommen undkann durch stärkere Säuren unverändert wieder abgeschieden werden;bleibt aber die Säure einige Zeit mit Kali in Berührung oder wird diealkalische Lösung gelinde erwärmt, so zerfällt sie in Oxalsäure und Am-moniak: C 6 H 3 N 2 0 6 + 3HO = 2NH 3 -f..3C 2 0 3 . Eine gleiche Zer-setzung scheint aueh beim anhaltenden Kochen der wässerigen Lösungeinzutreten. Die Lösung in Ammoniak kann dagegen ohne Zersetzungerhitzt werden , und bei hinreichender Concentration schiefst leucotur-saures Ammoniumoxyd in zarten voluminösen Nadeln daraus an. Wirddie Lösung dieses Salzes mit salpetersaurem Silberoxjd vermischt, soscheidet sich das Silbersalz als weifser Niederschlag ab, der sich aberdurch Zersetzung rasch braun färbt.

Salpetersäure von 1,4 specif. Gew. wirkt auch bei Siedhitze nichtauf die Leucotursäure ein, beim Erhitzen mit verdünnter Schwefelsäurescheint sie auf gleiche Weise wie durch Kali zersetzt zu werden. Str.

Leukorcein s. Orcein.

Levyn, ein von Brewster nach dem englischen MineralogenLevy benanntes Mineral, welches früher von einigen Forschern zumChabasit gerechnet wurde, nach Connel's und nach Dam 011 r's neue-ren Untersuchungen aber unzweifelhaft ein selbstständiges Mineral ist.Damour fand dasselbe im Mittel von drei Analysen, bestehend aus:44,48 Kieselerde, 23,77 Thonerde, 10,71 Kalkerde, 1,38 Natron,1,61 Kali und 17,41 Wasser, entsprechend der Sauerstoff-Proportion