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Ruthenium.
Ammoniak fällt zuerst etwas Ruthen, bei Ueberschuss des Rea-gens löst es sich mit olivengrüner Farbe, beim Erhitzen wird dieFlüssigkeit braun und giebt einen schwachen Niederschlag von gelb-lich brauner Farbe.
Schwefelammonium fällt zuerst etwas Schwefelruthen; bei Ueber-schuss des Schwefelammoniums wird die Flüssigkeit etwas heller, esentsteht aber kein Niederschlag; beim Erhitzen schlägt sich dann derkleinere Theil des Ruthens nieder.
Ferrocyankalium entfärbt zuerst die Flüssigkeit, und beim Erhi-tzen wird sie chromgrün.
Salpetersaures Quecksilberoxyd giebt einen schmutzig violettenNiederschlag.
Salpetersaures Silberoxyd giebt den olivengrünen Niederschlagdes Osmiums; die abfiltrirte Flüssigkeit erscheint durch das gelöste Ru-then roth gefärbt.
Essigsaures Bleioxyd giebt einen rothen Niederschlag, dessen Farbeaber durch die Beimengung von Osmium schmutzig erscheint.
3) Ruthenium und Palladium (Kalium-Ruthensesquichloridmit Palladiumchlorür). Kali giebt zuerst eine schwarze Trübung; beiüberschüssigem Kali bildet sich eine olivengrüne Lösung, aus derbeim Erhitzen die Oxyde vollständig niederfallen, so dass die Flüssig-keit farblos wird.
Ammoniak giebt einen dunkelgelben, dem unreinen Platinmetallähnlichen Niederschlag, der sich in überschüssigem Ammoniak kaumlöst. Werden die gemischten Metalllösungen sogleich mit einem grossenUeberschuss von Ammoniak versetzt, so entsteht keine Fällung, unddie Flüssigkeit ist gelb; bei längerem Stehen derselben scheidet sichdann ein gelblichbrauner Niederschlag in geringer Menge ab.
Rhodankalium färbt die Lösung roth wie Ruthen, beim Erhitzenwird die Flüssigkeit aber nicht violett, sondern sie trübt sich und wirdschwarzbraun.
Cyanquecksilber fällt zuerst das Palladium, bei längerem Erhitzenwird der Niederschlag dunkelgrün, und das Filtat ist dann farblos.
Ferrocyankalium färbt die Flüssigkeit hellgrün; durch Erhitzenwird sie blaugrün, und zuletzt zu einer steifen Gallerte.
Salpetersaures Silberoxyd giebt einen sehr hellgelben Nieder-schlag, wobei die Flüssigkeit sich entfärbt; der Niederschlag löst sichfast vollständig in Ammoniak.
Essigsaures Blei giebt den rothen Ruthenniederschlag.
4) Ruthenium und Platin (Kalium-Ruthensesquichlorid mitPlatinchlorid). Kali fällt aus der Lösung zuerst Kalium-Platinchlorid,wobei sich die Flüssigkeit durch abgeschiedenes Ruthensesquioxydschwarz färbt; durch Erwärmen mit überschüssigem Kali löst sich derNiederschlag mit braunrother Farbe, bei längerem Kochen scheidensich dann die Metalloxyde vollständig ab, und die Flüssigkeit wirdfarblos.
Ammoniak in geringer Menge zeigt die Reaction wie Kali; einUeberschuss von Ammoniak löst den Niederschlag wieder, und die Flüs-sigkeit erscheint dann gelblich; sie wird beim Erhitzen grünlich, ohneeinen Niederschlag zu geben.
Rhodankalium bringt dieselbe rothe Färbung wie bei Ruthen her-vor, die Flüssigkeit wird durch Erhitzen aber nicht violett.