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Rothholz.
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Brasilienholz, bois de Fernambouc, Bracil wood) kommt meist aus Bra-silien (über Fernambuko ausgeführt), aber auch Westindien wird alsseine Heimath angegeben. Die Species, von welchen es abstammensoll, sind nach Bisch off 1 ) caesalpinia brasiliensis , caes. crista, caes.bijuga in Westindien und eaesalpina echinata in Brasilien. Andere Au-toren nennen gewöhnlich nur caes. crista als die Pflanze, von welcherdiese Rothholzsorte abstamme. Dies ist die theuerste Sorte Rothholz,es kommt in arm - bis schenkeldicken Scheiten und Blöcken vor, vonwelchen Rinde und Splint entfernt ist, die aussen rothbraun, innengelbroth sind. Es ist sehr hart und zähe, schwerer als Wasser, hateinen anfangs süssen, dann mehr bitterlich zusammenziehenden Ge-schmack.
2) Sapanholz (Japanholz, Samphanholz, ostindisches Rothholz,Bimasholz, bois de Sapan, b. de Japan, Sappan wood) kommt aus Ost-indien (Hinterindien, Siam, Singapora, Tanasserim), China, Japan, Cey-lon, Java, Celebes, den Philippinen. Uebereinstimmend wird Caesal-pinia Sappan, die schief blätterige Caesalpinie, als der Baum, der dieseSorte liefert, angegeben. Es ist etwas heller als die vorige Sorte,sonst ihr sehr ähnlich, nur farbstoffarmer.
Als die beste Sorte dieser Bezugsquellen gilt das Siam-Sappan,die geringste soll das Bima-Sappan, Bimasholz, von mehreren Inselnder Sundagruppe seyn.
3) St. Marthaholz (Nicaraguaholz, fälschlich St. Martinsholz)aus Centralamerika und von der Nordküste Südamerikas. Schriftsteller,welche unter diesem Namen eine besondere Sorte aufführen, schreibensie der caesalpinia echinata zu. Die Stämme haben oft noch die innereRinde, sind nicht gespalten, oft tief gefurcht und schmutzig dunkel-roth.
4) Brasilietholz (Jamaicaholz, gelbes Brasilienholz) kommt vonden Antillen und den Bahamainseln. Es soll nach den Einen abstam-men von caesalpinia vesicaria, nach den Anderen von caesalpinia baha-mensis (Lam.~). Das Holz ist mehr gelb als roth, leichter als die vori-gen und gilt als die geringste Sorte.
Zwei neuere in England gebrauchte Farbhölzer, das Camwood,Gaban oder Kambholz, das aus Westafrika, und das Barwood, das ausAngola in Afrika kommen soll, werden in einigen Handbüchern derChemie oder Waarenkunde dem Rothholze angereiht. Der Farbstoffderselben verhält sich aber viel ähnlicher dem des Sandelholzes, wel-ches, obschon ebenfalls ein rothes Farbholz, doch nie unter dem NamenRothholz aufgezeichnet wird.
Das Rothholz wird geraspelt, seltener zu Pulver gemahlen, inVerbrauch genommen. Es unterscheidet sich von dem ihm ziemlichähnlichen Blauholz (Campecheholz) durch weniger dunkle Farbe, durcheigenthümlichen süsslichen Geruch der warmen Infusion, welche mitBleizuckerlösung, mit Zinnsalzlösung oder mit Kalkwasser einen car-moisinrothen (nicht blauen) Niederschlag giebt. Dass, und wie dasRothholz in der Färberei gebraucht wird, ist im Art. Rothfärbereinachzusehen. Vorzüglich zum Zweck des Zeugdrucks, aber auch zurFärberei kommt anstatt des Rothholzes jetzt häufig ein stark einge-dicktes Extract desselben im Handel vor. Die Abkochungen des Roth-
*) Lehrbuch der specieUen Botanik.