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6 (1854) [P - R]
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Rhodiumsesquioxyd.

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Rhodiumsesquioxydhydrat. Diese Verbindung ist von Ber-zelius im unreinen Zustande dargestellt, nach der Untersuchung vonClaus hat sie die Zusammensetzung Rh 2 0 3 -f- 5 HO. Es wird durchZersetzung des Rhodiumsesquichlorids oder seiner Doppelverbindungenmittelst reinen oder kohlensauren Alkalis erhalten.

Wird die Lösung von Natrium - Rhodiumsesquichlorid mit nichtüberschüssiger Kalilauge versetzt, so wird die rothe Flüssigkeit, wennsie einige Zeit steht, gelb und trübe, und es scheidet sich ein dunkelrosenrother Niederschlag ab, der ein Gemenge von Sesquioxydhydratmit Kalium-Rhodiumsesquichlorid ist; nach längerem Stehen zersetztsich das letztere durch das freie Kali, und der in dem gleichen Maassegelb wie Kalinm-Platinchlorid gewordene Niederschlag ist dann reinesRhodiumsesquioxydhydrat; ein Theil des Oxyds bleibt in der überste-henden Flüssigkeit mit gelber Farbe gelöst (Claus).

Das möglichst gut mit Wasser ausgewaschene Rhodiumsesquioxyd-hydrat enthält immer noch 2 bis 3 Proc. Alkali, welches sich durchWasser nicht entziehen lässt; das reine Hydrat ist nach Claus ge-trocknet blassgelb; nach Berzelius ist es schmutzig grünlichgrau,was nach Claus die Folge eines Gehaltes an Iridium ist. Es löst sichleicht und mit gelber Farbe in Säuren, die Lösungen schmecken herb,sie geben beim Abdampfen keine krystallisirbare Salze; sie bilden auchgelbe Doppelsalze; die Lösung in Salzsäure wird beim Eintrocknenroth.

Beim Erhitzen verliert das Hydrat sein Hydratwasser und lässtreines Oxyd zurück, wenn es nicht zu stark erhitzt war. Berzeliusnimmt danach als wahrscheinlich an, dass es zwei isomere Modificatio-nen des Rhodiumsesquioxyds gebe, von denen die eine rothe, die anderegelbe Salze bildet; die letztere Modification soll vorzugsweise durchEinwirkung von Alkali entstehen, besonders durch Ammoniak; daBerzelius, wie es scheint, häufig unreine Rhodiumverbindungen hatte,so sind seine Angaben nicht immer richtig, doch bildet das Oxyd aller-dings theils rothe, theils gelbe Verbindungen.

Das Rhodiumsesquioxydhydrat verbindet sich auch mit den Alka-lien; es löst sich, frisch gefällt, in überschüssigem Kali oder Natron;zum Theil erfolgt hierbei Zersetzung, so wenigstens mit Ammoniak.Es verbindet sich auch mit Rhodiumoxydul und vielleicht auch mit an-deren Basen (Berzelius).

Rhodiumsesquioxyd-Ammoniak. Wird die Lösung von Na-trium-Rhodiumsesquichlorid mit Ammoniak übersättigt, so färbt sich dieLösung zuerst ohne Bildung eines Niederschlags nur heller, später gelb,und dann setzt sich ein citronengelbes Pulver ab; es ist nach demTrocknen ein blassgelbes Pulver. Berzelius, der seine Zusammen-setzung nicht ermittelte, hielt es für eine Verbindung von Rhodiumses-quioxyd mit Ammoniak; nach Claus ist der Niederschlag gelbes Oxyd-hydrat, gemengt mit etwas Rhodiumsesquichlorid - Ammoniak. Es löstsich in Salzsäure mit gelber Farbe; diese Farbe bleibt beim Abdam-pfen der Flüssigkeit und geht erst beim Eintrocknen in roth über. Ineiner Retorte erhitzt, zersetzt die Verbindung sich ganz ruhig, es ent-wickelt sich Wasser und Stickstoff, und metallisches Rhodium bleibtzurück (Berzelius).

Rhodiumsesquioxyd-Kali. Wird die wässerige Lösung vonRhodiumsesquichlorid mit Kali gefällt, so schlägt sich ein Oxydhydrat

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