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Rauchtopas. — Rautenöl.
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Kauchtopas, ein gelblich brauner, nelkenbrauner bis fastschwarzer Bergkrystall (s. Quarz), dessen Farbe wahrscheinlich voneiner beigemengten organischen Substanz herrührt. 77a. S.
Raupensäure nennt Chaussier die in der Seidenraupeund dessen Puppe befindliche saure Flüssigkeit, ohne sie jedoch weiterzu charakterisiren. Müller und Raben hörst x ) erhielten durch De-stillation der Kiefernraupe, Bombyx pini, mit Schwefelsäure ein starksaures Destillat, welches mit Baryt eine lösliche Verbindung gab undGoldchlorid schwach fällte. Wp.
Rauscligelb, i. e. Arsensulfid.
Rauschgold wird zu sehr dünnem Blech ausgewalztes Mes-sing genannt.
Rautenöl 2 ) (vergl. auch Caprinaldehyd, Supplem. S. 713),das ätherische Oel, welches durch Destillation der frischen Gartenraute(lluta graveolens) mit Wasser erhalten wird. Es ist zuerst von "Willuntersucht; er erhielt durch Kectification des rohen Oels ein Destillat,welches, nach ihm (nach dem alten Atomengewicht des KohlenstoffsC = 76,4 berechnet), die Zusammensetzung C28-H2SO3 haben sollte;Gerhardt sprach hernach die Vermuthung aus, dass das reine Oel wahr-scheinlich die Zusammensetzung C20H20O2 habe, und vielleicht dasAldehyd der Caprinsäurereihe sey; diese Vermuthung ist durch Unter-suchungen von Cahours, vonGerhardt selbst und vonWagner be-stätigt. Auch die älteren Analysen von Will stimmen, wenn sie nachdem Atomgewicht des Kohlenstoffs C = 75 umgerechnet werden, nahegenug mit der Formel C 20 H 2 o 0 2 überein, besonders die Analyse des nichtrectificirten Oels. Danach ist dann das Rautenöl isomer oder vielleichtpolymer mit dem festen Theil des Pfeffermünzöls. Wagner bemerkte,dass wenn ein Gemenge von Thran und Schwefelsäure, mit Kalk ge-sättigt, einige Tage steht, und dann mit Wasser destillirt wird, das mil-chige Destillat den Geruch nach Krausemünzöl zeigt; näher konnte dasProduct nicht untersucht, und daher die Beschaffenheit desselben nichtweiter ermittelt werden; bei der Gleichheit der Zusammensetzung bei-der Oele verdient dieser Umstand Beachtung.
Das rohe Rautenöl zeigt den starken unangenehmen Geruch derPflanze, es hat einen bitterlich scharfen, gewürzhaften Geschmack, isthellgrünlich gelb, etwas dickflüssig, sein specif. Gewicht ist 0,837bei 18» C.
*) Arch. der Pharm. Bd. XIX, S. 278.
2 ) Literatur: Will: Annal. der Chem. u. Pharm. Bd. XXXV, S. 235; Jah-resber. von Berzelius Bd. XXI, S. 351. — Gerhardt Annal. der Chem. u.Pharm. Bd. LXVII, S. 242; Journ. für prakt. Chem. Bd. XLV, S. 327; Pharm.Centralbl. 1848, S. 805; Jahresber. von Liebig und Kopp 1847 u. 1848, S.719; Annal. de chim. et de phys. [3] T. XXIV, p. 96. — Cahours, Compt. rend.de l'acad. T. XXVI, p. 262; Jahresber. von Liebig und Kopp 1847 u. 1848,S. 721. - Wagner: Journ. für prakt. Chem. Bd. XLVI, S. 155; Bd. LVII, S. 435 ;Pharmae. Centralbatt 1853, S. 89; Jahresber. von Liebig und Kopp, 1852,S. 463. — Bertagnini, Annali delf Universitä Toskana. T. III.; Annal. der Chem.und Pharm. Bd. LXXXV, S. 283; Journ. für prakt. Chem. Bd. LVIII, S. 222;Pharmae. Centralbl. 1853, S. 57; Compt. rend. de l'acad. T. XXXV, S. 800; Chem.Soc. Qu. J. T. V, p. 317; Jahresber. von Liebig und Kopp 1852, S. 620.