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6 (1854) [P - R]
Entstehung
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727
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Pyroxylin. * 727

von 1,45 bis 1,50 specif. Gewicht 3 Vol. Schwefelsäure von 1,85 zumischen.

Man bringt das Säuregemenge in ein Poreellan- oder Glas-gefäss, oder in ein emaillirtes eisernes Geschirr, und trägt die Baum-wolle ein (auf 20 bis 30 Thle. Säure 1 Thl. Baumwolle), taucht sieaber mittelst eines Glasstabes oder Porcellanspatels sogleich unter, sodass die Säure alle Baumwolle vollständig bedeckt; denn falls ein-zelne Fäden daraus hervorragen, findet leicht eine lebhafte Zersetzungderselben statt, es entwickelt sich unter starker Erhitzung der Massereichlich salpetrige Säure , und bei Anwendung von starker und war-mer Säure kann die Erwärmung sich selbst bis zur Entzündung steigern;man hat daher, sobald die Entwickelung von salpetriger Säure be-ginnt, kalte Säure nachzugiessen, oder die Masse sogleich in viel Was-ser zu bringen.

Die Baumwolle braucht nur kurze Zeit in dem Säuregemenge ein-getaucht zu bleiben; die Dauer wird jedoch sehr verschieden angege-ben; bei starker Säure genügt ein Eintauchen von 1 bis 2 Minuten,ohne dass ein längeres Eintauchen von 10 bis 20 Minuten schadet.Mann lässt zur Darstellung der in Aether löslichen Baumwolle dieselbebei -|~ 5° bis < 8°C. sogar 24 Stunden in seiner verdünnteren Säure(s. weiter unten) eingetaucht.

Nachdem die Säure die nöthige Zeit eingewirkt hat, wird dasPyroxylin, damit es sich nicht erhitzt, sogleich in eine grosse Mengekalten Wassers gebracht, und hierin, ohne es zusammenzudrücken, ab-gewaschen; durch Abgiessen des sauren Wassers und Aufgiessen von fri-schem Wasser entfernt man alle anhängende Säure; es ist zweckmässig,zuletzt dem Waschwasser etwas Soda oder Pottasche bis zur alkalischenReaction zuzusetzen, und endlich mit reinem Wasser abzuwaschen.

Bei Darstellung grösserer Mengen von Schiessfaser kann man dieBaumwolle, wenn sie aus der Säure genommen wird, auspressen, umden grössten Theil der Säure wieder zu gewinnen; hierzu lassen sichPressen von Gusseisen anwenden, oder Presskasten, welche mit Blei-platten ausgelegt sind; die concentrirte Säure greift nämlich Eisen undBlei nicht merkbar an. Die abgepresste Säure lässt sich, mit einemneuen Säuregemenge versetzt, wiederholt zur Behandlung von Baum-wolle verwenden ; nach mehrmaligem Gebrauch wird sie aber zu ver-dünnt, und dann kann sie, in Schwefelsäurekammern gebracht, hiernoch benutzt werden.

Das gewöhnliche, mit stärkerer Säure bei mittlerer Temperaturdargestellte Pyroxylin ist wenig löslich in Aether; um ein löslichesProduct zu erhalten, empfiehlt Mann ein Gemenge von 13 Thln. Schwe-felsäure von 1,632 specif. Gewicht mit 12 Thln. Salpetersäure von1,51 bis 1,52. Oder er nimmt ein Gemenge von 46 Thln. Schwefel-säure von 1,75 mit 12 Thln. Salpetersäure von 1,51; er bringt in jedesdieser Gemenge 1 Thl. Baumwolle, und lässt diese bei einer Tempera-tur von -f- 5° bis 8° C. in einem bedeckten Glase 24 Stunden stehen,Vortheilhaft in Hinsicht des Preises ist es keinenfalls, eine so sehr starkeSalpetersäure und verdünnte Schwefelsäure anzuwenden.

Statt freier Salpetersäure lässt sich auch salpetersaures Kali odersalpetersaures Natron mit Schwefelsäure versetzt anwenden, und diesesGemenge scheint besonders zweckmässig, wenn es sich darum handelt,ein in Aether lösliches Präparat zu erhalten. Man mengt zu dem Ende