Pyromarinsäure. — Pyromellithsäurc.
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ruhen, der Pyrolusit nach Polianit also als eine Paramorphose (s.d.)zu betrachten seyn. Inzwischen scheint hierbei doch noch einigerZweifel obzuwalten. Die äussere Krystallform des Polianit ist nämlich,nach den bisherigen Erfahrungen, nicht vollkommen mit der jener ver-meintlich existirenden Afterbildung, Pyrolusit nach Polianit, zu identifi-eiren. Beide Formen sind zwar rhombisch, aber die "Winkel dieserrhombischen Säulen um fast einen Grad verschieden (92°52' und 93°40'); auch sind die auftretenden Combinationsflächen nicht ganz die-selben. Ersteres kann aber auf einem, in diesem Falle nicht schwer zuerklärenden Messungsfehler, und letzteres auf zufälligen Umständenberuhen. Nimmt man dies an, so steht gleichwohl der paramorphenBildung des betreffenden Pyrolusit noch eine andere Thatsache ent-gegen. Das specif. Gewicht des Polianit ist = 4,83 — 4,88, das desPyrosulit = 4,7 — 4,8. Der Unterschied in diesen speciflschen Ge-wichten ist so gering, dass derselbe durchaus nicht zwei verschiedenenAtomgruppirungen, welche so bedeutende Härteunterschiede zur Folgehaben, entspricht. Mithin beruht der geringe Härtegrad des Pyrolusitnur auf gewöhnlicher Porosität. Dass aber, ohne vorhergegangenechemische Einflüsse, der Polianit seine dichte Masse in eine poröseumgewandelt haben sollte, wäre ein Fall ohne analoges Beispiel. Wenndaher auch aller Pyrolusit als epigenetisches Mangansuper-oxyd betrachtet werden muss, so fragt es sich zunächst noch, ob maneine Afterbildung von Pyrolusit nach Polianit annehmen darf, und— wenn diese existirt — ob dieselbe direct aus dem Polianit hervor-gegangen oder durch eine Zwischenbildung entstanden ist. Existirtdagegen jene Afterbildung nicht, so müssen die polianitähnlichen Kry-stalle des Pyrolusit Pseudomorphosen nach einer anderen — in ihrerursprünglichen Beschaffenheit vielleicht nicht mehr existirenden —Manganverbindung seyn. Th. S.
Pyromarinsäure syn. mit Pyropimarsäure, s.Pimarsäure.
PyrOmarsäure, durch Destillation der Pimarsäure vonLaurent dargestellt, wahrscheinlich identisch mit der Sylvinsäure, viel-leicht auch mit der Pimarsäure (s. d. Art.). Fe.
Pyromeconsäure, syn. mit ßrenzkomensäure,s. d. Bd. IV, S. 579.
Pyromellithsäure 1 ). Brenzhonigsteinsäure. Das Pro-duct, welches beim Erhitzen der Mellithsäure sich bildet und sublimirt,ward früher für unveränderte Honigsteinsäure gehalten, bis Erdmann1851 zeigte, dass das durch Erhitzen derselben erhaltene Sublimat eineeigenthümliche Säure, ein Zersetzungsproduct der Mellithsäure sey.
Nach seiner Untersuchung ist Erdmann über die Zusammen-setzung der Pyromellithsäure und ihr Aequivalentengewicht noch nichtentschieden, ob die Säure einbasisch oder zweibasisch ist, ob das Hy-drat HO . C 5 0 3 oder 2 HO . C 10 O 6 ; Erdmann hält es für möglich,
') Journ. f. prakt. Chem. Bd. LH, S. 432. — Annal. der Chem. u. Pharm.Bd. LXXX, S. 281. — Pharm. Centralbl. 1851, S. 513. — Jahresbericht von Lie-big n. Kopp 1851, S. 386. — Compt. rend. par Laurent et Gerhardt. 1851,p. 93.
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