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6 (1854) [P - R]
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Pseudoveratrin. Pteritannsäure.

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und essigsaures Blei gefällt, von Eisensalzen grün gefärbt werden.Es ist keine reine Substanz und verdankt seine giftige Wirkung nureinem Gehalt an Atropin. Daher auch der Stickstoffgehalt desselben.

Wp.Pseudoveratrin, nennt Poggendorff eine harzartige Sub-stanz aus dem Sabadillsamen, welche auch den Namen Helonin (vonHelonias offtcinalis, der angeblichen Stammpflanze des Sabadillsamens),Veratrinharz oder Veratrin, zum Unterschied von dem französischenVeratrine, führt, welche letztere Benennung das bei uns Veratrin ge-nannte Alkaloid bezeichnet.

Man erhält das Pseudoveratrin, nach Couerbe, folgendermaassen l ):Der Sabadillsamen wird mit Alkohol vollständig ausgekocht, der Alko-hol abdestillirt und der Rückstand mehrmals mit Wasser behandelt,welches mit Schwefelsäure angesäuert ist. Der sauren Flüssigkeit setztman tropfenweise Salpetersäure zu, wodurch eine pechartige Substanzabgeschieden wird, giesstvon dieser ab und fällt mit Kali. Der dadurchentstandene Niederschlag wird in Alkohol gelöst, nach dessen Verdun-stung eine schwach gelb gefärbte harzartige Masse zurückbleibt, aus wel-cher man mit Wasser das Sabadillin und dann mitAether das Veratrinauszieht. Das Pseudoveratrin bleibt ungelöst zurück. Es ist braun, beigewöhnlicher Temperatur fest, schmilzt beif- 185° C. und zersetzt sichbei stärkerem Erhitzen unter Entwickelung stickstoffhaltiger Producte.Es ist in Alkohol löslich, aber nicht in Wasser und Aether. Von ver-dünnten Säuren wird es zwar aufgelöst, aber es neutralisirt sie nicht.Salpetersäure giebt damit keine Oxalsäure, Chlor wirkt nicht merklichdarauf ein. Nach Couerbe besteht es aus C u fl 18 N0 3 . Wp.

Psilomelan s. Manganerze und Braunstein.

Pteleyl u. Verbindungen s. Mesitylol.

Pteritannsäure. Diese Säure findet sich, nach Luck, 2) nebstTannaspidsäure und Filixsäure in der Wurzel oder den Stängelbasenvon Aspidium filix mas. Ihre Formel ist: HO. C 2 4 H 14 0 7 .

Man stellt die Pteritannsäure auf folgende Art dar: Die getrock-nete, auf dem Bruche grüne Farrnwurzel wird mit 75 bis 80procenti-gem Weingeist ausgezogen, und von dem Auszuge der Alkohol nachZusatz von 1 / 6 des Gewichts der Wurzel Wasser abdestillirt. Da-durch scheidet sich an der Oberfläche eine schmierige Schicht nb, welchevon der darunter befindlichen Flüssigkeit abgesondert wird. Letzterewird mit Wasser verdünnt, dann setzt man etwas Salzsäure hinzu undlöst darin bis zur Sättigung zerstossenes Glaubersalz p.uf. Dadurchentsteht ein Niederschlag, welcher ausgepresst, mit .-".ehr verdünnter

Salzsäure eine halbe Stunde la*"-.i J i7"",' s " w ^ cnen ^ g etrock unaSalzsäure eine halbe »tun(ie ueäandelt wirdi welcher ^ Pt rft

nut wemgexstfrggapi^ä^e zurücklässt . Man deMmirt ^ e;..gehandelt den Kiickstand mit destillirtem Stoinöl, so lange das-selbe etwas auszioM, löst ihn wieder in Aet'her auf und destillirtdenselben ab, "Odurch noch anhängendes Steinöl entfernt wird. DiePtcritannsäu- bleib t als schwarzbraune, amorphe, glänzende Masse

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0 Ann- de chi m. et de phys. T. LII, p. 352. XXlt.- 129-

2 ) Jahrb. f. prakt. Pharn