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Platinsulfurete.
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düng von Schwefelsäure, wobei sich gleichzeitig eine gelbe Masse nie-derschlägt. Kalilauge fällt aus der Lösung der Silberverbindung Pla-tinoxyd und Silberoxyd:
Ag€yS 2 -f Pt(€yS 2 ) 2 -f 3KO = 3K€yS 2 + Pt0 2 -f- AgO.
Nach Bucton giebt das Silber-Platinsulfocyanid mit 1 Aeq.Schwefelcyankalium eine krystallisirbare Verbindung, welche sich je-doch beim Behandeln mit einer grösseren Menge Wassers wieder zer-setzt, unter Abscheidung von Schwefelcyansilber, während sich in Lö-sung Kalium-Platinsulfocyanid befindet.
Wasserstoff-Platinsulfocyanid, HtryS 2 -\- Pt(GyS 2 ) 2 (Hy rdroplatino - tersulphocyanic arid). Man erhält diese Verbindung durchFällen einer heissen, concentrirten Lösung von Blei-Platinsulfocyanidmit Schwefelsäure. Das schöne rothe Filtrat, welches obige Verbin-dung enthält, zeigt, nach Bucton, alle Eigenschaften einer eigenthüm-lichen Säure, namentlich eine saure Reaction; sie treibt Kohlensäureaus den kohlensauren Alkalien aus und löst Zink unter Wasserstoffent-wickelung auf. Versucht man dieselbe im Wasserbade einzudampfen,so fängt sie sehr bald an, sich zu zersetzen und man behält zuletzt eineamorphe, braune Masse zurück, welche sehr viel Platin enthält. Beigelindem Erhitzen der Flüssigkeit in einer Retorte destilliren Schwefel-cyanwasserstoffsäure und Cyanwasserstoffsäure über. Durch raschesVerdunsten unter der Luftpumpe über Schwefelsäure wird eine verwor-rene, halbkrystallinische Masse erhalten. Gr.
Platinsulfurete. Das Platin vereinigt sich mit Schwefelsowohl auf trockenem als auf nassem Wege. Erhitzt man sehr feinzertheiltes Platin in Schwefelgas, so geht die Vereinigung unter Feuer-erscheinung vor sich. Es sind zwei, dem Oxydul und Oxyde entsprechendeVerbindungen bekannt.
Platinsulfuret.
Formel: Pt S. Zur Darstellung dieser Verbindung reibt manPlatinsalmiak genau mit Schwefel zusammen, und erhitzt das Gemengein einer Retorte, bis aller Salmiak und der überschüssige Schwefel ausge-trieben ist. Das zurückbleibende Schwefelplatin ist grau und metal-lisch, ähnlich dem reinen Metall. Auf nassem Wege erhält man es,nach Berzelius, durch Zersetzung des Platinchlorürs mit einem Sulf-hydrat. Nach dem Auswaschen kann es ohne Zersetzung getrocknetwerden. Beim Erhitzen an der Luft verbrennt der Schwefel und dasPlatin bleibt zurück. Das Platinsulfuret ist unveränderlich in Luft undWasser, von Mineralsäuren kaum in der Hitze angreifbar. Es wirkt,nach Böttger, auf Weingeist an der Luft ähnlich dem Platinmohr,nur viel schwächer.
Platinsulfid.
Platinsulfuret. — Formel: PtS 2 . Man löst Platinchlorid inWasser und lässt die Auflösung tropfenweise in ein Sulf hydrat fallen;oder man zersetzt eine Auflösung von Natrium - Platinchlorid durchSchwefelwasserstoffgas. (Leitet man Schwefelwasserstoffgas in eine ge-wöhnliche Platinlösung, so bildet sich ein Niederschlag, welcher beimErhitzen partiell detonirt. Der Niederschlag wird beim Trocknenschwarz. Geschieht das Trocknen an der Luft, so entsteht durch Oxyda-