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Platinsulfocyanide.
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Wasserstoff-Platinsuifocyanür, H€yS 2 -(- PtGyS 2 (Hydro-platino-bisulphocyanc acid, HPt 2(GyS 2 ), Bucton). Diese Verbindungstellt man am besten dar durch vorsichtiges Ausfällen des Barytsalzesmittelst verdünnter Schwefelsäure. Die wässerige Lösung zersetzt sichbeim Abdampfen, selbst im Vacuum, sehr rasch, indem sich der Schwe-fel auf Kosten des Wassers oxydirt, und ein rötlichgelber, unlöslicherNiederschlag sich ausscheidet, bestehend aus Platin und Schwefelcyan-wasserstoffsäure.
Platinsulfocyanid.
Diese noch nicht isolirte Verbindung: Pt(GyS 2 ) 2 , wird in folgen-den Doppelsalzen angenommen:
Ammonium-Platinsulfocyanid, Ü4N€yS 2 -{- Pt (€y S 2 ) 2(Platino-tersulphoeyanide of ammonium, H 4 N. Pt 3 (/Gy S 2 ), (Bucton). Manerhält dasselbe, wenn man 1 Tbl. trockenes schwefelsaures Ammoniakeinige Minuten mit einer Lösung von 3,5 Thln. Kalium-Platinsulfocya-nid kocht; es scheidet sich beim Erkalten aus und wird von dem schwe-felsauren Kali und Ammoniak durch Alkohol getrennt. Durch noch-maliges Umkrystallisiren aus heissem Wasser wird es rein erhalten undbildet carmoisinrothe hexagonale Blättchen. Beim Sieden der wässe-rigen Lösung entweicht SchwefelcyanwasserstofFsäure.
Barium-Platinsulfocyanid (Platino-tersulphocyanide of barium),wird durch doppelte Zersetzung des Kaliumdoppelsalzes mit Chlorba-rium erhalten, und durch Alkohol von einem Ueberschusse des letzte-ren leicht gereinigt. Es bildet rothe Säulen oder Blättchen.
Blei-Platinsulfocyanid, Pb€yS 2 -j- Pt(GyS 2 ) 2 (Platino-ter-sidphocyanide of lead). Dieses schöne Salz fällt in Form unzähliger gold-glänzender Blättchen nieder, wenn man die concentrirten Lösungen vonneutralem essigsauren Bleioxyd undKalium-Platinsulfocyanid zusammen-bringt. Die Krystalle sind kleine, aber sehr regelmässige sechsseitige Säu-len, löslich in Alkohol, weniger in kaltem Wasser. Durch Auswaschen mitletzterem erhält man sie rein; Umkrystallisiren aus heisser wässerigerLösung ist nicht zu empfehlen wegen der schnell eintretenden Zer-setzung in schwefelsaures Bleioxyd und SchwefelcyanwasserstofFsäure.— Ein basisches Salz von der Zusammensetzung [Pb€zyS 2 -j-Pt(€yS 2 ) 2 -)- PbO] wird erhalten bei Anwendung von basisch-essig-saurem Bleioxyd; es besitzt eine prachtvoll rothe Farbe und löst sichleicht in verdünnter Salpetersäure und Essigsäure.
Eisenplatinsulfocyanid, FeGyS 2 -\- Pt(GyS 2 ) 2 (Platino-ter-sulphocyanide of iroii), wird erhalten, wenn man eine schwach saure Lö-sung von schwefelsaurem Eisenoxydul zu einer concentrirten Lösungvon Kalium-Platinsulfocyanid setzt. Dasselbe bildet einen schwarzen,in Wasser und Weingeist unlöslichen Niederschlag, welcher sich unterdem Mikroskope als glänzende, sechsseitige Krystalle mit abgerunde-ten Ecken zu erkennen giebt. Von verdünnten Säuren wird das Salznicht angegriffen, concentrirte Salpetersäure aber löst dasselbe auf, un-ter Bildung von Schwefelsäure.
Kalium-Platinsulfocyanid, KGyS 2 -j- Pt(€y S 2 ) 2 (Platino-ter-sulphoCyanide of potassium). Zur Darstellung dieser Verbindung löstman am besten 5 Thle. reines geschmolzenes Schwefelcyankalium inWasser und setzt nach und nach 4 Thle. trockenes Kalium-Platinchlo-rid hinzu, wobei man die Temperatur der Lösung etwas unter dem Siede-