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6 (1854) [P - R]
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Petinin.

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durch längeres Schmelzen im Wasserbade getrocknet hat, erscheint sieals eine braune, in dünnen Lagen durchscheinende, harzige Masse, ohneGeruch und Geschmack, die weder mit Wasserdämpfen übergeht, nochfür sich ohne Zersetzung destillirbar ist. Die Zusammensetzung der-selben ist nach Löwig = C 12 H 16 0 3 . Wahrscheinlich entsteht derPetersiliencamphor aus diesem Körper durch Oxydation. Wp.

Jretinin 1 ); Petenin. Eine flüchtige organische sauerstofffreieBase, 1848 von Anderson im Thieröl {Oleum animale Dippeli) _aufge-funden. Die Zusammensetzung dieser Base sollte, nach Anderson,C 8 H 10 N seyn; Gerhardt hielt diese Formel, da sie mit seinen undLaurent's Ansichten nicht vereinbar ist, für nicht zulässig, er glaubte,die richtige Formel sey C 8 Hn N. Danach kann das Petinin ein Bu-

tylamin oder Butyliak sein:

N, oder es ist mit diesem wenigstens

isomer, auch isomer mit dem Biäthylamin:

(C 4 H 5 i

i N. Weitere Unter-

C4H5;H)

suchungen haben noch zu entscheiden, ob das Petinin mit einer dieserBasen identisch ist.

Das Petinin ist von Anderson aus käuflichem Knochenöl dar-gestellt; das Knochenöl wird erhalten durch Verkohlung der mitWasser ausgekochten und daher fettfreien Knochen in eisernen Cylin-dern und Rectification des öligen Destillats. Das so erhaltene käuf-liche Knochenöl ist dunkelbraun, fast schwarz, etwas grünlich schil-lernd, nur in sehr dünnen Schichten das Licht durchlassend. DurchKectification dieses Oels, bis etwa 2 /s der Masse übergegangen sind, er-hält man neben etwas ammoniakalischem Wasser ein gelbes Oel, wel-ches die flüchtigen Basen enthält, deren Gemenge noch nicht 1 Proc.des käuflichen Oels beträgt. Um diese Basen auszuziehen, wird dasOel mit Schwefelsäure, welche mit dem zehnfachen Gewicht Wasserverdünnt ist, unter öfterem Umschütteln 8 bis 14 Tage in Berührunggelassen. In der so erhaltenen rothbraunen sauren wässerigen Flüssig-keit ist ausser den Basen und Pyrrhol noch ein nicht basisches Oelgelöst; die Lösung wird deshalb nach Zusatz von etwas Schwefelsäurein offenen Gefassen von Porcellan oder Kupfer gekocht, es bildet sichhierbei ein braunes Harz, welches ein heftiges Stossen der Flüssigkeitverursacht, diese wird daher abgegossen und nach Zusatz von Wasservon Neuem gekocht, bis alles Pyrrhol ausgetrieben ist; es wird nundie Lösung von der Harzmasse abfiltrirt und mit einem Alkali gesät-tigt, wodurch sich eine ölige Schicht abscheidet, welche nach Ammo-niak und nach faulenden Seekrebsen riecht. Die ganze Flüssigkeit wirdumdestillirt, so lange sich da3 übergehende Oel in dem wässerigen De-stillat noch löst. Das Destillat wird darauf mit festem Kalihydrat ver-setzt, bei dessen Lösung sich Petinin nebst anderen flüchtigen Basen inForm einer öligen Schicht abscheidet, welches Oel mittelst des Scheide-trichters von der wässerigen Flüssigkeit getrennt werden kann. Die

') Annal. d. Chem. u. Pharm. LXX, S,Philosoph. Magaz. XXXIII, S. 174.

35. Pharm. Centralbl. 1848, S. 773.

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