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6 (1854) [P - R]
Entstehung
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92
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92 Pargasit. — Paricin.

Wärme leicht reducirt; Quecksilberchlorid bewirkt in den Salzen keineFällung.

Parellsaurer Baryt entsteht beim Behandeln der Säure mitBa-rytwasser, oder wenn eine Lösung von parellsaurem Ammoniak mitChlorbaryum gefällt wird. Die Verbindung ist im letzteren Fall kry-stallinisch, sie ist unlöslich in Wasser, und wird durch Kochen damitzersetzt.

Parellsaures Bleioxyd: PbO . C 2 i B 7 0 9 + HO. Die Ver-bindung ist dargestellt durch Fällen einer Lösung von Parellsäure inAlkohol mit einer weingeistigen Lösung von Bleizucker. Die Eigen-schaften desselben sind nicht angegeben. Fe.

PargaSlt, eine dunkel lauchgrüne Hornblende von Pargas inFinnland. Th. S.

I a r 1 C l n. Diesen Namen hat Winckler 1 ) einem Alkaloidegegeben, welches er aus einer von Para aus importirten Chinarinde,der sogenannten China Jaen fusca darstellte. Die Zusammensetzungdesselben ist noch nicht ermittelt. Zur Darstellung des Paricins giebtWinckler folgende Vorschrift: Die feingepulverte Rinde wird mit80procentigem Alkohol erschöpft und von der dunkel rothbraunen, grünopalisirenden Tinctur der Alkohol abdestillirt, nachdem dieselbe zu-vor mit Kalkhydrat digerirt worden. Der harzige Rückstand wirdalsdann im Wasserbade so oft mit Wasser behandelt, dem etwas ver-dünnte Schwefelsäure zugesetzt ist, als davon noch etwas ausgezogenwird. Die vereinigten sauren Auszüge versetzt man im Kochen mitGlaubersalz und filtrirt noch heiss. Beim Erkalten scheidet sich einHarz als feurig orangenfarbene, locker zusammenhängende Masse aus,die sehr bitter schmeckt und in Aether unlöslich ist. Die von dem Nie-derschlage abflltrirte Flüssigkeit fällt man mit Ammoniak im Ueber-schuss. Das beim Trocknen fast schwarz werdende Präcipitat wirdmit ganz verdünnter Essigsäure behandelt, welche einen bitteren, fastschwarzen Rückstand hinterlässt. Die Lösung, mit Thierkohle entfärbtund wieder mit Ammoniak versetzt, giebt jetzt einen viel hellerenNiederschlag. Dieser wird mit Aether behandelt. Man erhält dabeieinen braunen, harzigen Rückstand und eine Auflösung, die beim Ver-dunsten des Aethers eine goldgelbe, in verdünnter Schwefelsäure leichtlösliche Masse hinterlässt. Die Auflösung in Schwefelsäure wird vonAmmoniak rein weiss gefällt, der hydratische Niederschlag färbt sichaber beim Erwärmen wieder gelb.

Im trockenen Zustande stellt das Paricinhydrat eine lockere,blendend weisse Masse dar, welche beim Reiben stark elektrisch wird,sehr bitter schmeckt und in Alkohol und Aether sich leicht löst. Con-centrirte Salpetersäure von 1,40 färbt dasselbe grün, ähnlich verhältsich concentrirte Schwefelsäure. Mit verdünnter Schwefelsäure undSalzsäure erhält man Lösungen, welche nach der Concentration blass-gelb sind und beim Erkalten zu einer Gallerte erstarren, die endlichzu einer bräunlichgelben, hornähnlichen Masse ohne Spuren von Kry-stallisation eintrocknet. Das phosphorsaure Salz, durch doppelte Wahl-verwandtschaft mit phosphorsaurem Natron dargestellt, ist fast weiss.Das salzsaure Salz giebt in concentrirter Lösung mit Platinchlorid ein

') Buehn. Repert. 2 R. XLII, S. 29.