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[1] (1919) Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, mit einem Anhang: Zur älteren Geschichte der Metalle
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6. Abschnitt (Anhang): Zur älteren Geschichte der Metalle.

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„der Gold und Elektron verschenkte" r ); Patjsanias spricht von dem „ausGold und Silber gemischten Elektron" 2 ); Kaiser Juliantts Apostata er-zählt in den um 362 verfaßten „Cäsaren" gelegentlich einer Götter-Ver-sammlung: „Der Sitz des Satttbn war schimmernd schwarzes Ebenholz,der des Zeus war heller als Silber, jedoch blässer als Gold, — ob manaber den Stoff Elektron benennen soll, oder wie sonst, wußte mir Hebmesnicht ganz genau der Wissenschaft der Metallkunde gemäß anzugeben."— In jüngerer, byzantinischer Zeit wurde auch das glänzende Email als„Elektron" bezeichnet 3 ), — so z. B. übersandte Kaiser Jtxstinian (518—527)dem Papsfcs Hobmisdas (514—523) „gabatum electrinam", einen emailliertenKelch 4 ) —, und in poch späterer heißt selbst ein glänzender Eirnis „Elek-tron", so z. B. bei Stephanos Magnetes gegen 1100 5 ).

Während des Mittelalters, und noch in der Neuzeit, versteht manunter Elektron nicht selten Gemische aus beliebigen Metallen, nicht bloßaus edlen, wenngleich diese vorwiegend in Betracht kommen. PetbtjsMaetyb erzählt, man habe bei Auffindung Cubas daselbst eine große MengeElektron erbeutet, dessen Herkunft nicht zu erfahren war 6 ); es ist diesdas nämliche Metall, das nach dem Berichte der ersten Entdecker auchdie Bewohner Haitis und verschiedener kleiner Antillen unter dem Namen„Guanin" besaßen, und dessen Proben nach Humboldt 56°/ 0 Gold, 19°/ 0 Silberund 25°/ 0 Kupfer, oder 63% Gold, 14% Silber und 19% Kupfer enthielten 7 ).Noch der Predigermönch Lab AT teilt mit, daß gegen 1700 die EingeborenenWestindiens das Wort „Caracoli" für ihren Halsschmuck gebrauchten,aber auch für das zu seiner Verfertigung dienende, schöne und glänzendeMetall, das angeblich zusammengeschmolzen werde aus Gold, Silber undKupfer, „die sie alle drei sehr rein haben", das aber vielleicht auch einNaturprodukt sei und jedenfalls von den Europäern nur sehr unvollkommennachgeahmt werden könne 8 ). Den Anlaß zur Darstellung solcher Ge-mische gab hier wie allerorten die zu große Weichheit des reinen Goldes,die seine Bearbeitung in hohem Grade erschwert. — In dem vor 1500 ver-faßten „Wunderbuche" des Abtes Tbithemius überliefert dieser „Electrummagicum" als Namen einer aus allen sieben Metallen bestehenden, daheräußerst zauberkräftigen Legierung, „die sich die Araber und Ägyptervon den Chaldäern aneigneten" 9 ); Ringe von geheimer Kraft, aus dernämlichen Legierung bereitet „während einer Konstellation des Merkurund Saturn 1 ', rühmt Pabacelsus 10 ), dergleichen Ringe und Taler der etwasspätere Thueneisseb 11 ), und einen unfehlbaren „magischen Degen" aus

i) lib. 12, V. 163 ff. 2 ) lib. 5, cap. 13.

3 ) RioiiTBB, „Quellen der byzantinischen Kunstgeschichte" (Wien 1897) 42,83, 328; Buchee 1, 6ff.; Blümneb 4, 408. ") Grünwald, A. Nat. 1, 126.

s ) MEYER, „Gesch. der Botanik" 3, 374.

6 ) „De rebus oceanicis" (Köln 1574) 50, 51.

') „Kritische Untersuchungen . . ." 1, 342; „Essai politique sur l'ile de Cuba"(Paris 1826) 1, 155.

8 ) Labat, „Reisen nach Westindien", üb. Schad (Nürnberg 1783) 3, 106.

9 ) „Wunderbuch" (Passau 1506) 180, 240.

10 ) ed. Huseb (Straßburg 1603) 1, 903, 1058; 2, 568.

») Moehsen, „Beiträge . . ." (Berlin 1783) 138, 226; s. Abbildung 2.