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[1] (1919) Ein Beitrag zur Kulturgeschichte, mit einem Anhang: Zur älteren Geschichte der Metalle
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2. Dio Alchemie nach 1300.

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irgendwelchen gelehrten Arabern, Syrern und Juden, oder beliebigenanderen, genügend berühmten und als „Autoritäten" angesehenen Männernzugeschrieben wurden x ).

2. Die Alchemie nach 1300.

Die Ausbreitung der am Schlüsse des vorigen Abschnittes erwähntenastrologischen und alchemistischen Gedanken seit 1300 und damit dieferneren Geschicke der Alchemie während des späteren Mittelalters undder Neuzeit in eingehender Weise zu schildern, ist an dieser Stelle nichtbeabsichtigt, und zwar aus verschiedenen Gründen.

Zunächst kann von einer Weiterentwicklung, deren Verfolgungchemisches oder wissenschaftliches Interesse böte, nicht mehr die Redesein, vielmehr ist für diese ganze Periode in noch höherem Maße als fürdie ihr vorausgehende festzustellen, daß die Autoren so gut wie ausschließ-lich nur die nämlichen, längst bekannten, der hellenistischen Zeit ent-stammenden Ideen und Theorien immer wieder aufs neue vorbringen,ausdeuten, umdeuten, erklären und kommentieren; begreiflicherweise wirdhierbei das Verständnis allmählich immer unzureichender und die Sach-kenntnis immer geringer, dagegen die Verwässerung des Inhaltes immerausgiebiger "und die Dunkelheit des Ausdruckes immer größer. Auf wenigenGebieten bewähren sich wie auf diesem die Goethe sehen Worte vom„Kochen breiter Bettelsuppen" und vom „getretenen Quark, der breitwird, nicht stark". Manche Schriften machen sogar, wie schon Kopptreffend hervorhob, geradezu parodistischen Eindruck und würden dazuauffordern, sie als Träger eines ganz anderen, der scheinbar behandeltenSache völlig fernliegenden Sinnes anzusehen, soferne ein solcher ihnennur überhaupt irgendwie zu entnehmen wäre.

Sodann erfreuen sich sowohl die Geschichte der eigentlichen Alchemieund ihrer immer bedeutsamer hervortretenden führenden Persönlichkeiten,der Schwärmer und Schwindler, als auch die ihres kulturhistorischen Zu-sammenhanges mit den verschiedenen Formen des Aberglaubens undSektenwesens, mit dem Treiben der Rosenkreuzer und Illuminaten usf.,für dieses Zeitalter (namentlich für die zweite Hälfte seines Verlaufes)bereits eingehender, nach mancher Richtung sogar erschöpfender Darstel-lung 2 ). Außer auf die schon oft genannten Hauptschriften Ohevreltls 3 ),Hoefees und Kopps, vor allem dessen „Alchemie in älterer und neuererZeit" 4 ), ist der Belehrung Suchende hauptsächlich auf nachstehende Werkezu verweisen, die teils den Wortlaut der frühmittelalterlichen, echten undgefälschten Quellen wiedergeben, teils die Art und Weise ersehen lassen,in der diese zunächst die Schriftsteller der Folgezeit beeinflußten, und so-dann bis in die neuere, ja neueste Zeit hinein nach den mannigfaltigstenSeiten hin weiter fortwirkten:

a ) Langlois, „La connaissance de la nature et du monde au inoyen-agc"(Paris 1911) 185.

-) Vgl. hierzu Engel, „Geschichte des Illuminaten-Ordens" (Berlin 1906).3 ) „Journal des savants" (Paris 1851 ff.). *) Heidelberg 1886.