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kröne (Fig. 1801), eiförmig, stumpf, dicht kurz-borstig. Kelchbuchten faltig, ohne Anhängsel.Blumenkrone trichterförmig-glockig, 13 bis 16 mm lang, hell-blau oder violett, gewimpert.Griffel länger als die Krone, meist weit aus der Krone hervorragend. Kapsel nahe demGrunde mit 3 Löchern sich öffnend. — VI, VII.
Zerstreut auf feuchten Wiesen, Hügeln, in lichten Wäldern, Gebüschen; von der Ebenebis in die Alpentäler (in Nordtirol [Flaurlingtal] bis 1400 m ansteigend), streckenweise aber,wie in der nordwestdeutschen Tiefebene, in Salzburg und in Oberösterreich ganz fehlend.
Die Nordwestgrenze dieser Art verläuft in Deutschland über Blankenheim in der Eifel, Gulden-bachtal im Hunsrück, Lahntal, Lippe, Springe, Hildesheim, Braunschweig, Magdeburg nach Mecklenburg. In derSchweiz ist die Pflanze zwar in allen Kantonen nachgewiesen, jedoch im allgemeinen ziemlich selten.
Allgemeine Verbreitung: Frankreich, Schweiz, Deutschland, Oesterreich-Ungarn,Oberitalien, Mittel- und Südrussland, nördliche Balkanhalbinsel.
Campanula Cerricaria ist von der ähnlichen C. glomerata durch den steifen, aufrechten Wuchs, diedichte, steifborstige Behaarung und die hellere, leicht verwelkende Blumenkrone leicht zu unterscheiden.
330. Campanula glomerata L. Knäuel-Glockenblume. Taf. 257, Fig. 2.
Ausdauernd, (5) 15 bis 70 cm hoch. Wurzelstock kurz walzenförmig, schief. Stengelaufrecht, einfach, kahl oder kraus-behaart, aber nicht borstig-steifhaarig. Laubblätter ver-schiedenartig behaart, aber nicht steif-borstig, seltener kahl; die grundständigen sowie dieuntersten Stengelblätter gestielt, länglich, am Grunde zugeschweift-abgerundet oder herz-förmig, die mittleren und oberen Stengelblätter länglich oder lanzettlich mit verschmälertemGrunde sitzend, alle stumpflich bis spitz, kerbsägig. Blüten in einem endständigen, voneiförmig-dreieckigen, am Grunde verbreiterten Hochblättern gestützten Köpfchen, nichtselten auch noch in den Achseln der oberen Stengelblätter sitzende Blütenköpfchen. Kelchin den Buchten zwischen den Zipfeln ohne Anhängsel, steifhaarig, mit lanzettlichen, spitzenZipfeln (Taf. 257, Fig. 2 a, b); letztere kürzer als die halbe Blumenkrone. Blumenkronetrichterig-glockig, 15 bis 30 mm lang, hell blauviolett (selten weiss), spärlich behaart. Kapselnahe dem Grunde mit drei Löchern sich öffnend. Samen rundlich-oval, papillös (Taf. 257,Fig. 2 c und 2d). — VI bis IX.
Häufig auf Wiesen, Weiden, grasigen Plätzen, an Rainen, buschigen Stellen, anWeg- und Waldrändern; verbreitet von der Ebene bis in die Voralpen (bis ca. 1700m) undmeist häufig, im westlichsten Teil der norddeutschen Tiefebene jedoch ursprünglich fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Fast ganz Europa (in Schweden nordwärts bisJütland und Südschweden); Kaukasien, Armenien, Persien.
Campanula glomerata ist eine sehr veränderliche Pflanze, die vielleicht in mehrere Unterarten zuzerlegen ist und von der zahlreiche Varietäten und Formen beschrieben wurden. Hieher var. salviifdliaWallr. (= C. farindsa Rochel, = C. glomerata L. var. farinösa Koch). Stengel namentlich im oberen Teile dichtrauhhaarig. Laubblätter und Hüllblätter oberseits anliegend dicht kurz- und steifhaarig, unterseits von der dichtenBehaarung fast weissfilzig; die unteren Laubblätter gestielt, am Grunde herzförmig, die mittleren und obereneilänglich, mit breit abgerundetem oder fast herzförmigem Grunde sitzend. Stengelblätter zahlreich, einandergenähert, länger als die Internodien. Kelch dicht flaum- und kurzhaarig. Krone dicht flaumig, meist dunkel-blau, 15 bis 17 mm lang. Blüten in einem endständigen, reichblütigen Köpfchen und überdies in armblütigenBüscheln in den oberen Blattachseln (Zerstreut; besonders im Süden und Osten). Hieher ferner: f. rotundätaBeck. Pflanze mit an der Basis abgerundeten Grundblättern. — f. glaucophylla (Schloss. et Vukot. als Art).Pflanze mit noch dichterer, grauer Behaarung. — f.pusillaDC. Zwergform mit einem einzigen, 1 - bis wenigblütigeaKopfe. — var. aggregäta (Willd.) Koch (== C. aggregata Willd.). Stengel hochwüchsig, kahl oder spärlichkraus-behaart. Laubblätter besonders unterseits kraus-behaart; die unteren gestielt, am Grunde zusammengezogen;die Stengelblätter zahlreich, einander ziemlich genähert, länger als die Stengelinternodien, mit verschmälertemGrunde sitzend. Blüten etwa 20 mm lang, in einem endständigen und meist zahlreichen blattachselständigenKöpfchen (Verbreitet). Hieher ferner f. gl ab ra Bluff et Fingerh. Stengel kahl oder fast kahl. Kelch kahl odernur auf den Nerven behaart. Laubblätter +, oft reichlich behaart. — f. subcuneäta Beck. Grundständige