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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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f. semicälva Borbäs (= var. glabräta Haussknecht). Laubblätter breit elliptisch-lanzettlich, oberseits kahl.Kopf lockerblütig (Nicht selten). £. latifölia Woerlein. Laubblätter breit-eiförmig, kurz zugespitzt, in dengeflügelten Stiel verschmälert. f. perneglecta Beck ( var. pinnatifida Woerlein). Mittlere Stengelblätterfiederspaltig. f. amplexifölia A. Schwarz. Laubblätter stengelumfassend. f. stenophylla Borbäs(= var. angustifdlia Caflisch, = var. alpi'na Pacher). Laubblätter schmäler, derber, lang zugespitzt; die Stengel-olätter oberseits behaart (Zerstreut). f. pachyderma Briquet. Laubblätter derber, schmal verlängert-lanzettlich; die Stengelblätter oberseits kahl, glänzend, unterseits auf dem Mittelnerven mit wenigen abfallendenHaaren. 2. var. glabräta Haussknecht. Stengel ganz kahl, lebend glänzend; nur die Köpfchenstiele mitganz kurzen, krausen, längeren Drüsen und mit sehr wenigen, 3-mal längeren, abstehenden Haaren besetzt.Laubblätter fleischig, ganzrandig oder entfernt schwach gezähnelt, an den Rändern und am Mittelnerv kurzgewimpert. 3. var. Vogesiäca Rouy (= K.longifölia Kirschleger et aliorum). Stengel überall reichlich borsten-haarig. Laubblätter elliptisch-lanzettlich, zugespitzt, bis 25 cm lang und bis 5 cm breit; die unteren grob- biseingeschnitten gezähnt, die obern gesägt, oberseits fast kahl, unterseits behaart (Angeblich in den Vogesen).4. var. dolichophy Ha Briquet (= K. longifölia Gren. et Godr., = K. Godeti Legrand). Stengel unterwärts+ rauhhaarig, + verkahlend, oberwärts kahl, glänzend. Laubblätter verlängert-lanzettlich bis elliptisch-lanzettlich,dünn, kahl. Köpfchenstiele + drüsenhaarig (Schweizer Jura). 5. var. Sendtneri (Brügger) Wohlfarth (= var.succisoides Briquet, = var. Gaudini Briquet). Stengel unterwärts + borstig, + verkahlend. Laubblätter schmallänglich-lanzettlich, kahl, glänzend, etwas lederig. Köpfchenstiele mit oder ohne Drüsenhaare (Schweiz, Savoyen).6. var. crinita Briquet. Stengel unterwärts dicht-borstig, oberwärts kahl, glänzend. Grundständige Laub-blätter in einen geflügelten Stiel verlaufend; die Stengelblätter sitzend, lanzettlich, + verlängert, etwas länger,wenig behaart, die untersten etwas weichhaarig. Köpchenstiele mit Drüsen (Wallis: Grammont).

Diese neben K. arvensis im Gebiete verbreitetste Knautia findet sich mit Vorliebe in Gebirgswäldern anlichteren Stellen, tritt jedoch auch auf Bergwiesen, an buschigen Stellen und mit Vorliebe im Krummholz auf;manchmal erscheint sie auch in den subalpinen Hochstaudenfluren ähnlich wie K. longifölia und findet sichdann hier in Gesellschaft von Veratrum album, Polygonum Bistorta, Aconitum-Arten, Delphinium elatum, Geumrivale, Adenostyles-Arten etc. In der montanen Region gehört K. silvatica zu den charakteristischen Formendes Bergwaldes und erscheint dort oft in Begleitung von Elymus Europaeus, Bromus ramosus (Bd. 1, pag. 356),Festuca gigantea und silvatica, Carex remota, Senecio Fuchsii, Hieracium silvaticum, Epilobium montanum,Salvia glutinosa, Orchis maculatus, Lactuca muralis, Centaurea montana, Prenanthes purpurea, SaniculaEuropaea, Chaerophyllum hirsutum, Aconitum Vulparia, Gentiana asclepiadea, Salix grandifolla, Lonicera alpi-gena (Bd. VI, pag. 253), Luzula maxima, Equisetum maximum, Aspidium filix mas etc. In den Vogesen, woK. silvatica mit K. arvensis nach Issler häufig zusammen auftritt, hält es oft schwer, besonders, wenn ganz-blätterige, kräftige Exemplare von K. arvensis mit schwachen, schmalblätterigen von K. silvatica abwechseln,die beiden Arten auseinander zu halten. K. arvensis neigt aber im allgemeinen mehr zur Rosettenbildung.Uebrigens ist das Vorkommen von typischer K. silvatica in den Vogesen nicht zweifellos sicher gestellt (vgl.auch nr. 303). Blütenbiologisch verhält sich K. silvatica analog wie K. arvensis (pag. 294); doch sind weiblicheStöcke sehr selten. Als Besucher kommen Falter, Bienen, Fliegen und Käfer in Betracht (Dr. Hegi).

306. Knautia drymefa 1 ) Heuff. (? = Scabiosa Pannönica Jacq., = Knautia PannonicaWettst. nee Heuff., = Trichera Pannonica Borb., = Scabiosa ciliäta Rchb.). Ungarische

Witwenblume. Fig. 164a bis d.Ausdauernd, 25 bis 80 cm hoch. Wurzelstock mit einer zentralen Blattrosetteabschliessend, seitlich derer mehrere am Grunde bogig-aufsteigende Blütenstengel ent-springen. Stengel einfach oder ästig, fein grauflaumig und überdies von längeren Haarenweichhaarig (Fig. 164d). Laubblätter beiderseits + dicht anliegend behaart, unterseits oftgrauflaumig, gesägt; die unteren breit-elliptisch bis verkehrt-eiförmig, in den geflügeltenStiel zugeschweift, die mittleren breit-elliptisch, zugespitzt, gegen die Basis + plötzlich zu-geschweift, die oberen mit breitem, oft herzförmigem Grunde sitzend, lang zugespitzt.Köpfchenstiele dicht fein-flaumig und meist auch drüsig und überdies abstehend weich-haarig. Köpfchen klein bis mittelgross, 1,5 bis 3,5 cm breit. Hüllblätter eilanzettlich,flaumig, gewimpert (Fig. 164c). Blüten (Fig. 164b) pfirsichrot bis hellpurpurn; die rand-ständigen wenig strahlend. Kelch mit 8 bis 16 Borstenstrahlen; letztere ] / 3 bis 1 ja so langals die Frucht. Früchte 4,5 bis 5 mm lang, weichhaarig (Fig. 164 b). V bis IX.

1 ) Vom griech. ÖQVflÖg [drymös] = Eichenwald. Vgl. Festuca drymea Band I, pag. 353.