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Strecken mit seinen glänzend grünen Rasen überzieht. Gelegentlich tritt es natürlich auch im Felsschutt auf,so im Dachsteingebiet in Steiermark in Gesellschaft von G. Helveticum, wird jedoch viel seltener als diesesin die Täler hinabgeschwemmt.
232. Galium margaritäceum J ) A. Kerner. Perlschnur-Labkraut. Fig. 120e bis g.
Ausdauernd, 5 bis 10 cm hoch. Wurzel zahlreiche, 5 bis 10 cm breite Rasen bildende,aufsteigende Stämmchen treibend. Stengel vierkantig, kahl. Laubblätter der nicht blühendenSprosse zu 4 bis 6 quirlig, elliptisch bis eilanzettlich, 2 bis 3 mm lang und halb so breit,beidendig zugespitzt, mit kurzer Knorpelspitze, kahl, glatt, dicklich, einnervig, oberseitsgewölbt, etwas glänzend und fein gekörnelt, unterseits matt (Fig. 120 f); die der blühendenStengel zu 6 bis 8 quirlig, lanzettlich, 3 bis 5 mm lang und 1 bis 1,5 mm breit, im übrigenvon gleichen Eigenschaften wie die vorigen. Blüten in meist nur 3-blütigen, traubig ange-ordneten, kurzen Trugdolden. Blüten 2,5 mm breit, weiss, mit eiförmigen, spitzen, nichtbegrannten Zipfeln. Blütenstiele auch zur Fruchtzeit aufrecht, 1 bis 2 mm lang. Frucht1 mm lang, fein gekörnelt (Fig. 120g). — VII, VIII.
Im Felsschutt der Südtiroler Dolomitalpen zwischen 1260 und 2000 m; nurin der Brentagruppe zwischen Moline und dem Nembia-See, am Monte Terres, im Nonsberg,im Höhlensteiner Tale von Schluderbach bis zum Toblacher See, im Ampezzotale von Peutel-stein bis über Majon und an der weissen Lahne im Fischleintale bei Sexten. Fehlt inDeutschland und in der Schweiz vollständig.
Allgemeine Verbreitung: Südtirol, im Gebiet des Monte Cristallo und imAmpezzotale auch auf italienisches Gebiet übergreifend.
233. Galium uliginösum L. Moor-Labkraut. Franz.: Gaillet aquatique, g. fangeux.
Taf. 248, Fig. 4.
Ausdauernd, 10 bis 60 cm hoch, getrocknet grün bleibend. Wurzel fädliche, stengel-ar tige Stämmchen treibend. Stengel liegend oder aufsteigend, kahl, vierkantig, an denKanten von abwärts gerichteten Stachelzähnen stark rauh, schlaff. Laubblätter zu 5 bis 8quirlig, lineal-lanzettlich, bis 2 mm breit, spitz, mit deutlicher Stachelspitze, einnervig, inder Mitte am breitesten, flach, am Rande von scharfen, nach rückwärts gerichteten Stachel-zähnchen rauh (zuweilen auch noch oberseits mit einer Reihe nach vorwärts gerichteter Stachel-chen besetzt), sonst kahl. Blüten in lockeren, eine endständige, armblütige Rispe bildendenTrugdolden. Blütenstiele glatt, stets gerade. Blumenkrone 2,5 bis 3 mm breit, weiss, miteiförmigen spitzen, aber nicht begrannten Zipfeln. Staubbeutel gelb. Frucht 1 mm lang,fein warzig. — V bis IX.
In Flach- und Hochmooren, an Wassergräben, an Bachufern, auf feuchten Wiesen;von der Ebene bis in die Alpentäler (Piz Alv im Puschlav 2100 m) verbreitet und meistnaurig, streckenweise jedoch, wie im Schweizerischen, Schwäbischen und Fränkischen Juraund fast im ganzen Wallis (hier nur bei Vouvry und bei Vionnaz), beinahe fehlend.
Allgemeine Verbreitung: Ganz Europa mit Ausschluss von Portugal, Süd-spanien, Unteritalien und Griechenland, in Skandinavien nördlich bis 70° 27 bis 28 ' nördl. Breite.i. latifölium Marsson. Pflanze mit breiteren, flachen Blättern (Zerstreut in Nord-
Aendert ab:deutschland).
234. Galium palüstre L. Sumpf-Labkraut. Franz.: Gaillet des marais; engl.: Marsh-
bedstraw, white water-bedstraw; ital.: Gaglio palüstre, g. aquatico. Taf. 248, Fig. 3.
Ausdauernd, 15 bis 60 (100) cm hoch, beim Trocknen meist schwarz werdend.
Wu rzel fäd liche, stengelartige Stämmchen treibend. Stengel liegend oder aufsteigend,
>) Vom griech. /.iaQyagmig (margantes) = Perle; wegen der oberseits mit perlschnurähnlichen Papillen-reihen besetzten Laubblätter.