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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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Orchis ustulatus ; Sesleria caerulea var. varia, Anemone Pulsatilla, Biscutella Ievigata, Trifolium alpestre undmontanum, Hippocrepis comosa, Anthyllis Vulneraria, Sanguisorba minor, Seseli coloratum, Thymus ovatus,Veronica spicata, Globularia Willkommii (Bd. VI, pag. 172), Aster Linosyris, Buphthalmum salicifolium, Cam-panula persicifolia etc. Andrerseits tritt A. cynanchica stellenweise auch auf trockenen, kalkreichen Flach-mooren (nach Paul gern an den anmoorigen Rändern) auf und erscheint dann im Molinietum (z.B. auf derBayer. Hochebene) neben Laserpitium Prutenicum, Euphorbia verrucosa, Teucrium montanum, Thesium rostratum,Ranunculus montanus, Gentiana verna, Carduus defloratus, Ophrys muscifera und aranifera etc.

216. Asperula Neilrefchii J ) Beck (= A. cynanchica var. alpina Neilr. nee Bieb.). Alpen -

Meier.

Ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch. Wurzel zahlreiche, dichtrasige Blattsprosse undblühende Stengel treibend. Stengel liegend oder aufsteigend, vierkantig, kahl, glatt. Laub-blätter alle gegenständig; die unteren zur Blütezeit meist noch erhalten, verkehrt-eiförmig,wulstig berandet, die mittleren und oberen lineal-länglich bis schmal-lineal, 0,5 bis 1 mmbreit, einnervig, mit langer Stachelspitze, so lang oder länger als die Stengelglieder. Blütenkurz gestielt, in wenigblütigen, wiederholt verzweigten, fast ebensträussigen Trugdolden.Oberste Tragblätter lineal. Blumenkrone 4 bis 5 mm lang, röhrig-trichterig, bis zur Mittevierspaltig. Kronröhre aussen kahl und glatt; Zipfel eil anglich, etwas knorpelspitzig,so lang als die Kronröhre. Teilfrüchtchen 2 mm lang, undeutlich gekörnelt. — VI bis IX.

In Oesterreich an steinigen Stellen und im Felsschutt der nördlichen Kalkalpenbis in die Krummholzregion (2000 m). Verbreitet in Oberösterreich östlich der Traun,in Steiermark und Niederösterreich. Steigt auf den Schutthalden sehr häufig bis in dieTäler (bis 400 m) herab. Fehlt in Deutschland und in der Schweiz vollständig.

Allgemeine Verbreitung: Nordöstliche Alpen, westliche Karpaten.

Im Hochschwabgebiet (Obersteiermark) gehört diese Art ähnlich wie Cerastium Carinthiacum, AlsineAustriaca und aretioides, Aethionema saxatile, Draba aizoides und stellata, Linaria alpina, Linum alpinum,Galium Baldense, Saxifraga caesia und sedoides, Aster alpinus, Pinguicula alpina zu der Flora der Schutt-halden, welche Pflanzen oft von 1800 bis 1000 m hinabsteigen (nach Nevole).

217. Asperula aristäta L. f. (= A. longiflöra Waldst. et Kit.). Grannen-Meier.

Fig. 114 c bis e.

Ausdauernd, 10 bis 25 (50) cm hoch. Wurzel zahlreiche, lockerrasige, oft im Fels-schutt kriechende Stämmchen treibend. Stengel 4-kantig, kahl, glatt, aufsteigend oderaufrecht, ästig. Laubblätter der sterilen Blattsprosse zu 4 quirlig, die der blühendenStengel gegenständig, lineal-lanzettlich bis lineal, 0,5 bis 1,5 mm breit, mit ziemlich langerStachelspitze, einnervig, am Rande etwas zurückgerollt, kahl, glatt. Blüten sehr kurz ge-stielt, zu wenigblütigen, diese wieder zu grösseren, lockeren, wiederholt etwas sparrig ver-zweigten Trugdolden vereint. Blumenkrone röhrig-trichterig (Fig. 114d), 4 bis 5 mm lang,mit 4 stumpflichen Zipfeln; ihre Röhre doppelt bis 4mal so lang als die Zipfel, aussenmeist fein zackig-rauh, rötlich oder lila (ausnahmsweise grünlichgelb), innen gelblich. Teil-früchtchen 2 mm lang, dicht warzig-gekörnelt (Fig. 114 e). — VII bis IX.

An Felsen und im Felsschutt der südlichen Alpentäler (300 bis 2100m); von derSchweiz bis Südsteiermark.

Allgemeine Verbreitung: Gebirge der Pyrenäenhalbinsel und von Italien,Südalpen und Balkanhalbinsel.

Asperula aristäta ist eine sehr veränderliche Pflanze, deren Formenkreis noch nicht genügend bekanntist. Unsere Formen gliedern sich am besten folgendermassen: subsp. oreöphila Briquet (= A. montana

>) Nach August Neilreich, Oberlandesgerichtsrat in Wien, geb. 1803, gest. 1871, Verfasser derbekannten Flora von Niederösterreich.