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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
Entstehung
Seite
137
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lang. Blütenähren vielblütig, locker, bald sehr verlängert. Blüten von einem Tragblatt und2 Vorblättern gestützt; diese etwa so lang wie der 4-zähnige, kurz-glockige Kelch (Fig. 80b)-Blumenkrone 10 bis 12 mm lang, gegen das Ende der Blütezeit etwasvergrössert, röhrig, über dem Fruchtknoten etwas verengert,gegen die Mündung zu nach vorn gebogen und allmählich er-weitert, drüsig-flaumig, blassgelblich mit blauem oder violettemSaum. Oberlippe 2-lappig, vorgestreckt. Unterlippe 3-lappig,mit fast gleichen Lappen. Staubblätter dem verengten Teil derKronröhre eingefügt (Fig. 80 c), an der Basis kahl oder etwasbehaart. Antheren kahl oder am Grunde schwach behaart. Griffelkurz, spärlich drüsig-behaart. Narbe trichterig, undeutlich 3-bis 4-lappig, weisslich oder bläulich. Fruchtkapsel an der Spitzesich öffnend; Klappen oben getrennt (Fig. 80d). VIII bis X.

Schmarotzt auf Hanf und Tabak, selten auch auf Xan-thium spinosum, Solanum tuberosum und S. Lycopersicum,Lamium maculatum, angeblich auch auf Vitis, Fagopyrum,Galium tricorne, Scandix pecten Veneris und Melilotusofficinalis. Auf Hanf- und Tabakfeldern durch das ganzeGebiet zerstreut, aber oft unbeständig; bei massenhaftem Auf-treten mitunter schädlich werdend. Am häufigsten in Südwest-deutschland.

AllgemeineVerbreitung: England, Belgien, Frank-reich, Deutschland, Schweiz, ganz Südeuropa, Kaukasusländer,Nordafrika, Kapland (hier in der var. interrüpta Pers.).

'55. Orobanche caesia Rchb. (= Phelipsea caesia Rchb.).Blaugraue Sommerwurz.Stengel kräftig, einfach, 10 bis 30 cm hoch, reichlich drüsen-haarig und weisslich-wollig, reich beschuppt, gelblich, oben oftbleigrau überlaufen. Schuppenblätter eiförmig oder die oberenlanzettlich, reichlich drüsig-behaart, bis 18 mm lang. Aehre reich- und dichtblütig, kurz,eiförmig bis zylindrisch. Blüten von einem Tragblatt und von 2 Vorblättern gestützt; dieseungefähr so lang als der röhrig-glockige, 5-zähnige Kelch. Blumenkrone 20 bis 25 mmlang, röhrig, über dem unteren, etwas aufgeblasenem Drittel eingeschnürt, dann allmählichtrichterig erweitert und stark nach vorwärts gekrümmt, zuletzt wagrecht abstehend, helleroder dunkler blauviolett mit dunkleren Nerven, reichlich drüsig-behaart. Oberlippe tief

-lappig, gerade vorgestreckt. Unterlippe 3-lappig mit länglichen, oft gezähnelten Lappen.

aubiaden dem verengten Teile der Blumenkrone eingefügt, kahl oder am Grunde spärlich

behaart. Antheren kahl. Griffel meist drüsig-behaart. Narbe 2-lappig, weiss. - VI, VII.

, . es erwe ise auf den Wurzeln von Artemisia Austriaca und A. Pontica schmarotzend._ TT . ^ T s errei ch und bisher einzig in Niederösterreich (in einer Schottergrube bei

Wiener Neustadt) beobachtet.

... b meine Verbreitu ng: Niederösterreich, Ungarn, Südrussland, Kaukasien,West-Sibirien, Kleinasien, Zentralasien.

156. Orobanche purpürea Jacq. (= O. caerulea Vill., = Phelipfea caerulea C. A. Meyer).

Violette Sommerwurz. Fig. 81a bis d.Stengel schlank bis ziemlich kräftig, 15 bis 60 cm hoch, einfach, reichlich mehl-staubig-drüsig, unten dichter, oben entfernt beschuppt, meist violett überlaufen. Schuppenblätter

Fig-. 80. Orobanche lamosa L...

a Habitus ( 2 /snatürl. Grösse), b Blüte

(von der Seite), c Blüte geöffnet..

d Fruchtkapsel.