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6,1 (1918) Dicotyledones : (V. Teil)
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131. Pedicularis tuberösa L. Knollen-Läusekraut. Fig. 64a bis c.

Ausdauernd, 10 bis 25 cm hoch. Wurzelstock verdickt, mit dicken Fasern besetzt.Stengel aus bogigem Grunde aufrecht, an der Basis kurzwollig, oben flaumig und oft mit

2 bis 4 Haarleisten versehen, beblättert. Grund-ständige Laubblätter langgestielt, kahl mitwolligem Stiel, gefiedert mit fiederspaltigen Ab-schnitten erster und mit gezähnten Abschnittenzweiter Ordnung. Stengelblätter klein, fastsitzend. Blüten in endständiger, kurzkopfiger,

3 bis 6 cm langer Traube. Tragblätter weniglänger als der Kelch, fiederspaltig, am Randegewimpert. Kelch flaumig bis zottig, bis fastzur Mitte (4-) 5-spaltig (Fig. 64 b), mit innenkahlen, gezähnten Kelchzähnen. Blumenkronebis 20 mm lang, blassgelb (angeblich ausnahms-weise rosarot; wohl Bastardformen), dieRöhre etwas länger als der Kelch, an derEinfügungsstelle der Staubblätter gebartet.Oberlippe plötzlich in einen verlängerten,linealen, stark nach abwärts gerichteten, ander Spitze ausgerandeten und abgeschnittenenSchnabel vorgezogen. Unterlippe nicht ge-wimpert. Kapsel schief eiförmig, stachelspitz,etwas länger als der Kelch. VI bis VIII.

Auf trockenen Weiden (Nardus-For-

mation), Moorwiesen, seltener auf Bachschutt,

Felsen, vorzüglich auf Urgestein der Alpen,

zwischen 1200 und 2620 m; von der Schweiz

bis Kärnten und Salzburg verbreitet. Fehlt in

den nördlichen Kalkalpen, also auch in den

bayerischen Alpen gänzlich.

In Tirol besonders in der Zentralkette weit verbreitet, nördlich bis zum Arlberg, bis Imst, Innsbruck,

Rattenberg, aber auch in den Südalpen; vorwiegend auf kalkfreiem Boden. In Kärnten in den Hohen Tauern

und im Stangalpenzug, in Salzburg in den Tauern. In der Schweiz besonders im Osten verbreitet, aber auch

im Wallis nicht selten.

Allgemeine Verbreitung: Katalonische Gebirge, Pyrenäen, Alpen, Apenninen.

132. Pedicularis elongäta A. Kern. Langähriges Läusekraut. Fig. 64d bis f.

Ausdauernd, 15 bis 35 cm hoch. Wurzelstock walzlich, knotig, mit dicken Fasernbesetzt. Stengel aus bogig-aufsteigender Basis aufrecht, beblättert, zweizeilig behaart.Grundständige Laubblätter gestielt, lineal-länglich, doppelt fiederteilig, am Grunde undlängs des Mittelnerven flaumig-gewimpert. Stengelblätter viel kleiner, allmählich in die Trag-blätter übergehend. Blüten in anfangs gedrängter, später sich sehr verlängernder Traube.Tragblätter kahl, die unteren doppelt- bis einfach-fiederteilig, die oberen an der Basis mit1 bis 2 Fiederlappen, oben gezähnt. Kelch aussen kahl (Fig. 64e), an der Innenseite derZähne kurzflaumig (Fig. 64 e), mit langen, laubig verbreiterten, gesägten und gewimpertenZähnen. Blumenkrone blassgelb, bis 16 mm lang; ihre Röhre etwas länger als der Kelch,an der Einfügungsstelle der Staubblätter gebartet. Oberlippe in einen schief nach ab-

Fig. 64. Pedicularis tuberösa L. a Habitus ( l /3 natürl.Grösse), b Blüte (von der Seite), c Staubblatt. Pedicu-laris elongäta A. Kerner. d Habitus ( l /3 natürl. Grösse).e Blüte, f Fruchtstand.