42
25. Stengel sehr verkürzt, fast rosettenartig, viel kürzer als die langgestieltcn, 2- bis 4-blütiger»Blütentrauben. Alpen, Jura...................... V. a phy 11 a nr. 70.
25*. Stengel verlängert. Trauben vielblütig.................... 26.
26. Blätter lineal-lanzettlich, mit entfernten, kleinen, nach rückwärts gerichteten Sägezähnen
V. scutellata nr. Ji.
26*. Blätter lanzettlich bis eiförmig, ganzrandig, gekerbt oder gesägt..........27.
27. Stengel und Blätter behaart........................ 30 -
27*. Stengel und Blätter kahl......................... 28 -
28". Blätter gestielt, stumpf ................ V. B ec cab un ga nr. 78.
28*. Blätter mit halbumfassender Basis sitzend, spitz................29.
29. Kapsel länglich-elliptisch, fast doppelt so lang als breit. Stengel nicht hohl.
V. anagalloides nr. 75-29*. Kapsel rundlich-elliptisch bis fast kreisrund. Stengel hohl.............31.
30. Fruchstiele spitzwinkelig abstehend (Fig. 35c und d) ....... V. Anagal lis nr. 76
30*. Fruchstiele wagrecht abstehend (Fig. 35 e und f)........- V. aquatica nr. 77-
31. Stengel rundum gleichmässig behaart....................32.
31*. Stengel zweizeilig-behaart, seltener rundum behaart und mit zwei dichten Haarleisten
V. Chamaedrys nr. 71.
32. Blätter sitzend. Alpen und Vorberge........ . . . V. Urtica efolia nr. 72.
32*. Blätter gestielt............................. 33 -
33. Kapsel breiter als lang, rundlich. Blätter lang gestielt (Stiele etwa von der halben Länge derBlattspreite)............................ V. montana nr. 73.
33*. Kapsel dreieckig-verkehrt-herzförmig, etwas länger als breit. Blätter kurz gestielt
V. of f i cinalis nr. 69.
34. Die unfruchtbaren Stengel niedergestreckt, die blühenden Stengel aufstrebend. V. p r o s t r a t a nr. 66.34*. Alle Stengel aufrecht oder aus bogigem Grunde aufsteigend............35.
35. Blätter fiederspaltig oder ungeteilt, am Grunde verschmälert, sitzend oder kurz gestielt
V. Austriaca nr. 67.35*. Blätter stets ungeteilt, am Grunde breit-abgerundet oder fast herzförmig, sitzend.
V. Teucrium nr. 68.
43. Veronica lutea (Scop.) Wettst. (= Paederöta J ) lutea Scop., = P. Egeria 2 ) L.).Gelbes Mänderle. Tai 238, Fig. 7 und Fig. 25.
Ausdauernd. Wurzelstock kurz, absteigend, reichfaserig. Stengel aufrecht oderüberhängend, 10 bis 25 (35) cm hoch, einfach, spärlich kraus-kurzhaarig. Blätter gegen-ständig, fast sitzend, am Grunde abgerundet oder kurzkeilig, am Rand scharf und oftungleichmässig tief gesägt, besonders unterseits an den Nerven zerstreut kraushaarig; dieunteren eiförmig, stumpf bis spitzlich, die oberen eilanzettlich bis lanzettlich, spitz. Blütenin kurzgestielter, endständiger, eiförmiger Traube. Blütenstiele sehr kurz, gleich derTraubenspindel dichtflaumig. Kelchzipfel 6 bis 7 mm lang, lineal, gewimpert. Blumenkronezitronengelb, 10 bis 13 mm lang, mit ziemlich langer Röhre und der Röhre an Länge gleich-kommenden, gerade vorgestreckten Zipfeln. Staubblätter kürzer als die Blumenkrone.Kapsel seitlich nicht zusammengedrückt, 6 mm lang. — VI bis VIII.
In Felsspalten der südlichen Kalkalpen zwischen 1000 und 2000 m, von Südtiroldurch Kärnten, Küstenland, bis Krain und Südsteiermark; oft auch in die Tälerhinabsteigend.
In Tirol in den Primördolomiten, auf der Cima d'Asta und im Tal Lugano, reicht von hier durchdie Venetianer Alpen nach Osten, und tritt erst im östlichen Teile der Gailtaler Alpen wieder auf österreichischesGebiet über. Von hier ab ist V. lutea in den julischen Alpen, Karawanken und Sanntaler Alpen durchKärnten, Küstenland, Krain und Südsteiermark verbreitet. In Krain im Savetale von Sagor bis Ratschach,sowie in Untersteiermark bei Römerbad, Hrastnig und Trifail tritt die Pflanze auch im Tale an feuchten
') Von Paederos, bei Plinius der Name für die heute als Acänthus bezeichnete Pflanzengattung.2 ) Nach der gleichnamigen Nymphe, von welcher König Numa Pompilius seine Gesetze empfing.