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(= V. Schiedeänum 1 ) Koch, = V. fnfidum Beck, = V. praesigne Beck) überall unter den Stammeltern. — 22. V.nigrum X V. pulverulentum (=V. Wirtgeni 2 ) Franch., = V. mixtum Ram.) Münster in Elsass, Beuel in Rhein-preussen, Oos in Baden, Schweiz, Creto in Südtirol, Grammat-Neusiedl in Niederöstereich. — 23. V. nigrum XV. speciosum (= V. angulösum Teyber) Meyerling bei Baden in Niederösterreich. — 24. V. nigrum XV. phloraoides(=V.Brockmuelleri Ruhm, = V. pseudophlomoides Teyber) verbreitet. — 25. V. nigrum XV. thapsiforme (= V. adulten'num Koch) verbreitet. — 26. V. crassifolium X V. nigrum (= V.Killiäsii 3 ) Brügg.) Schweiz, Tirol. — 27. V. nigrum X V. Thapsus (= V. collinum Schrader) überallunter den Stammeltern, wohl der häufigste Verbascum-Bastard. — 28. V. Lychnitis X V. pul verulentum(— V. pul v erat um Thuill., = V. Eurigale Franch., = V. Regeliänum Wirtg., = V. pulverulentum Koch neeVillars) Elsass, Rheinprovinz, Schweiz, Südtirol, Niederösterreich. — 29. V. Lvchnitis X V.speciosum(= V. ramigerum Schrad.) Neuhäusel in Südmähren, Türkenschanze bei Wien. —30. V. Lychnitis X V.phlomoides (= V. dimörphum Franch., = V. denudätum Pfund, = V. Reisseckii 4 ) Kern.). Verbreitet.— 31. V. Lychnitis XV. crassifolium. Selten in der Schweiz. — 32. V. Lychnitis X V. thapsiforme(= V.ramigerum Lk., = V. thapsoi'des Willd, = V. heterophlömos Franch., = V. Brauniänum Wirtg.). Ver-breitet. — 33. V. Lychnitis X V. Thapsus (= V. spurium Koch). Verbreitet und vielerorts häufig. —34. V. phlomoides X V. pulverulentum (= V. Murbeckii Teyber) bei Grammat-Neusiedl in Nieder-österreich, Südtirol. — 35. V. pulverulentum X V. thapsiforme (= V. nöthum Koch, = V. Mosel-liänum Wirtg.) Moseltal, Schweiz. — 36. V. phlomoides X V.speciosum (= V. Neilref chii ä ) Reichardt= V. Badense Beck) Neuhäusel a. d. Thaya in Südmähren, Niederösterreich. — 37. V. phlomoides X V.Thapsus (= V. Kerneri Fritsch) Mecklenburg. Niederösterreich, Tirol. —■ 38. V. thapsiforme X V.Thapsus (== V. Humnickii Franch.) Lyck und Heilsberg in Ostpreussen. — Auch Bastarde zwischen dreiArten wurden schon beobachtet, so V. Lychnitis X V. phoeniceum x V. thapsiforme bei Neuhaldens-leben (Provinz Sachsen) und angeblich auch V. nigrum X V. pulverulentum x V. Thapsus im Moseltale.
DCLXIX. Antirrhfnum 6 ) L. Löwenmaul. Franz.: Muflier; engl.: Snapdragon;
ital.: Antirrino.
Einjährige Kräuter, Stauden oder Halbsträucher. Laubblätter ungeteilt, lineal biseilanzettlich oder ei- bis nierenförmig, wechselständig oder die unteren gegenständig.Blüten kurz gestielt in endständigen, tragblätterigen Trauben. Kelch fünfteilig. Blumen-krone zweilippig, mit weiter, am Grunde vorn höckerig ausgebauchter Röhre; die Oberlippezweiteilig, mit zurückgeschlagenen Lappen, die Unterlippe dreilappig, am Grunde mit einerhohlen, den Schlund der Blumenkrone verschliessenden Ausstülpung (Gaumen) versehen,die Blumenkrone dadurch „maskiert". Staubblätter vier, zweimächtig, in die Blumenkroneeingeschlossen, dem Grunde der Kronenröhre eingefügt (Taf. 236, Fig. 2a). Griffel ver-längert, fädlich, mit schief abgestutzter Narbe. Kapsel zweifächerig, entweder beide Fächergleich gross und jedes mit einem Loch an der Spitze aufspringend, oder das obere länger,mit einem, das untere kürzer und breiter und mit zwei Löchern aufspringend (Taf. 236,Fig. 2b). Samen eiförmig, flach, geflügelt, mit gezähntem Flügelrande (Taf. 236,Fig. 2c und 2d).
Die Gattung umfasst 32 Arten, welche zum grösseren Teile in Nordamerika, zum kleineren in denMittelmeerländern heimisch sind. Die grossblütigen Antirrhinum-Arten sind ausgesprochene Hummelblumen.Die Hummeln müssen, um zu dem in der sackförmigen Ausstülpung der Kronenröhre angesammelten Honig zugelangen, sich durch den engen Schlund der Krone durchzwängen und hiebei die Antheren bezw. dieNarbe berühren. — Ueber Pelorienbildung siehe pag. 26 und Fig. 14 (pag. 25).
') Nach dem Botaniker Chr. Schiede, gest. 1836, Verfasser einer grundlegenden Arbeit über dieBastarde im Pflanzenreich.
3 ) Nach Philipp Wirtgen, Lehrer, gest. 1870, Verfasser der Flora der preussischen Rheinprovinz.
3 ) Nach Dr. Ed. Killias, Arzt in Tarasp, gest. 1891, veröffentlichte 1887 die Flora des Unterengadins.
*) Nach dem verstorbenen Botaniker A. Reisseck, Custosadjunkt am naturhist. Hofmuseum in Wien.
'•') Nach August Neilreich, Oberlandesgerichtsrat in Wien, gest. 1870, Verfasser der rühmlichstbekannten Flora von Niederösterreich.
°) Von dvtl [antij =gegen und qiq, Genit. givog [rhis, rhinös] = Nase; nach der Gestalt der Blumenkrone.