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Osmium.
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Gelbes chromsaures Kalium, K 2 Cr0 4 , Kaliumchromicum, wird, wie oben angegeben, technisch ausChromeisenstein gewonnen. Aus Kaliumdiehromat läßt essich zurückgewinnen, indem man dessen Lösung mit Kalium-carbonat so lange versetzt, bis die Färbung der Lösungeine rein gelbe geworden ist.
K 2 Cr 2 0 7 + K 2 C0 3 = 2K 2 Cr0 4 + C0 2 .
Gelbe, in Wasser leicht lösliche, in Alkohol unlöslicheKristalle. Es findet in der Maßanalyse bei den Eällungs-analysen Anwendung als Indikator, empfohlen von Mohr(s. Bd. III).
Chromsaures Blei, PbCr0 4 , Bleichromat, entstehtals gelber Niederschlag bei der Umsetzung von Chromatenmit Bleiacetat. Es findet Anwendung als Malerfarbe(Chromgelb, Parisergelb, Hamburgcrge lb); mitwenig Natronlauge bildet es ein rotes, basisches Bleichromat,PbCr0 4 -j-PbO (Chromrot, Chromkarmin, Chrom-orange, Chromzinnober).
Chromsaures Silber, Ag 2 Cr0 4 , Sillbercliromat,bildet sich als roter, unlöslicher Niederschlag bei der Ein-wirkung von Silbernitrat auf Kaliumchromat (s. MaßanalyseBd. III).
Osmium.
Osmium, das schwerste der chemischen Elemente,spez. G. 22,5, gehört zu den Platinmetallen. Beim Über-leiten von Sauerstoff bei 400° über sehr fein verteiltesOsmium geht es über in das Tetroxyd, das sog.
tjberosmiumsiiureanhydrid, Os0 4 , dessen Dampfsich verflüchtigt und in Vorlagen aufgefangen wird.Es bildet farblose bis gelbliche oder grünlich-graue, zer-fließliche Kristalle von stechend-chlorähnlichem Geruch(deshalb der Name von ddpq, Geruch), die in Wasser lös-lich sind und an der Luft Dämpfe ausstoßen.
Kaliiunosmat, K 2 0s0 4 , entsteht beim Schmelzen vonOsmium mit KOH und KN0 3 ; braunrotes, zerfließlichesPulver, in Wasser leicht löslich.
Osmiumpräparate finden arzneiliche Anwendung; beiihrer Handhabung ist wegen ihrer überaus giftigen Wir-kung der Dämpfe auf die Augen sehr große Vorsicht geboten.