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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalle.

reines Aluminiumsilikat und entspricht in seiner Zusammen-setzung durchschnittlich der Formel

Al 2 Si 2 0 7 -f 2H 2 0 = Al 2 (HSi0 4 ) 2 + H 2 0.Er bildet eine weiße, zerreibliche, abfärbende, durchfeuchtetetwas zähe, im Wasser zerfallende, aber nicht löslicheerdige Masse.

Prüfung. Auf Kohlensäure (Aufbrausen mit HCl);beim Abschlämmen hinterlasse er keinen sandigen Rück-stand.

Bolus rubra, Roter Bolus, ist viel rotes Eisenoxydenthaltender Ton.

Eisen und seine Salze.

Eisen ist eins der verbreitetsten Elemente, seine wich-tigsten Erze sind Roteisenerz, Hämatit, Lapis hae-matitis, Fe 2 0 3 ; Brauneisenerz, Raseneisenerz: Hy-droxyde des Eisens, Magneteisenerz, Fe 3 0 4 , Spat-eisenerz, FeC0 3 , Eisenkies, FeS 2 . Eisen findet sich invielen Mineralquellen, deren arzneiliche Wirksamkeit esmit bedingt.

Die Gewinnung des Eisens aus den sauerstoffhaltigenErzen geschieht durch den Hochofenprozeß; diese werdenunter Zusatz von Kohle erhitzt, und man erhält als End-produkt Gußeisen oder Roheisen, das 35°/ 0 Kohlen-stoff enthält, teils chemisch gebunden, teils mechanischbeigemengt. Aus dem Gußeisen stellt man durch denFrischprozeß das Schmiedeeisen oder Stabeisen dar,indem man Roheisen unter Einblasen von Luft in Frisch-herden schmilzt, wobei der Kohlenstoff zum größten Teilverbrennt; große Mengen Schmiedeeisen, sog. Flußeisen,werden auch durch den Bessemerprozeß gewonnen, S. 127.Schmiedeeisen enthält 0,10,5 °/o Kohlenstoff.

Stahl, der 0,52°/ 0 Kohlenstoff enthält, erhält manentweder aus Schmiedeeisen durch Zufuhr von Kohlenstoff Zementstahl oder aus Gußeisen durch Entziehungvon Kohlenstoff.

Letzteres geschieht entweder durch Erhitzen des Guß-eisens in Frischherden Frischstahl oder in Flamm-öfen unter Luftzutritt Puddelstahl oder in der