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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalle.

Zink und seine Salze.

Zink findet sich in Deutschland (Westfalen, Schlesien),Belgien, Schweden als Zinkspat, Galmei, Lapiscalaminaris, ZnC0 3 , Zinkblende, ZnS, Kieselzinkerz(kieselsaures Zink, ZnaSiO^ -f- H 2 0).

Aus seinen Erzen wird das Zink gewonnen, indem mandiese zunächst durch Rösten in Zinkoxyd überführt unddann das Zinkoxyd mit Kohle glüht:

ZnO-f C = Zn + CO.

Das freie Zink destilliert bei etwa 950° über und wirdin Vorlagen aufgefangen; Gadmium, das Zink fast stets be-gleitet, destilliert schon bei etwa 750° vorher über. Es istein graues, sprödes Metall von kristallinischem Gefüge, dassich in verdünnten Säuren wie auch in warmer konzen-trierter Alkalilauge unter Entwicklung von Wasserstoff löst.In der toxikologischen Chemie findet metallisches Zinknamentlich Anwendung zum Nachweis von Arsen nachGut zeit und Marsh (siehe Toxikologische Chemie), beiwelchen Reaktionen ein absolut arsenfreics Zink angewendetwerden muß. Seine Anwendung in der Technik als Zink-blech, Zinkdraht und in Form von Legierungen ist einesehr ausgedehnte. Zincum raspatum, Zinkfeile, dientzum Nachweis von Nitraten, s. Bd. III unterSalpeter-säure".

Zinkoxyd, ZnO. Das Arzneibuch hat zwei Handels-sorten Zinkoxyd aufgenommen, rohes und reines. Daserstere wird technisch dargestellt, indem man metallischesZink an der Luft verbrennt und die Zinkoxyddämpfein Kammern verdichtet (Flor es Zinci), es darf nurzu äußerlichen Zwecken Anwendung finden. Unterdem Namen Zinkweiß findet es auch als Anstrich-farbe Anwendung. Das reine Zinkoxyd gewinnt mandurch Fällen einer Zinksulfatlösung mit Natrium-carbonat, der Niederschlag (basisches Zinkcarbonat)wird abgesaugt, ausgewaschen, bis das Natriumsulfatund das überschüssige Natriumcarbonat vollständig