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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalle.

(s. S. 84). Rein wird es erhalten durch Fällen einerCalciumchloridlösung mit Natriumcarbonat, Auswaschenund Trocknen des Niederschlages.

CaCl 2 -f- Na 2 C0 3 = CaC0 3 -f 2NaCl.

Prüfung. Auf Alkalicarbonate, Calciumhy-droxyd (Schütteln des Salzes mit ausgekochtem Wasser,das Filtrat reagiere neutral und hinterlasse beim Verdampfenkeinen Rückstand), Sulfate (mit Bariumnitrat), Chloride(mit AgN0 3 ), Aluminium, Calciumphospat (mit Am-moniak in essigsaurer Lösung), Magnesium (Zusatz vonKalkwasser zu der essigsauren Lösung: (CH 3 COO),Mh'+ Ca(OH) 2 =Mg(OH) 2 + (CH 3 COO) 2 Ca), Eisen (mit Ka-lramferroeyanid).

Zu äußerlichen Zwecken findet unreines Calciumcarbonatin der Form der Schlämmkreide, Creta praeparata, undder gepulverten Austernschalen, Conchae praeparatae,Anwendung.

Calciumsilikat, CaSi0 3 , ist neben anderen Silikaten(Kalium-, Natrium-, Bleisilikat) ein wesentlicher Bestand-teil der verschiedenen Glassorten; s. S. 65, 79, 103.

Barium und seine Salze.

Barium findet sich in der Natur als Witherit, BaC0 3 ,und als Schwerspat, BaS0 4 , welche beide als Ausgangs-material zur Darstellung anderer Bariumverbindungendienen. Der Schwerspat wird zu diesem Zwecke entwederdurch Glühen mit Natriumcarbonat in Bariumcarbonat oderdurch Glühen mit Kohle in Bariumsulfid BaS übergeführt.

Bariumsuperoxyd, Bariumhyperoxyd, Ba0 2 , wirddurch Erhitzen von Bariumoxyd, BaO, im Luftstrom dar-gestellt; weißes, in Wasser unlösliches Pulver, das zur Dar-stellung von Sauerstoff (vgl. S. 16) und von Wasserstoff-superoxyd (vgl. S. 17) dient.

Bariumsulfid, Schwefelbarium, BaS, wird durchGlühen des Schwerspats mit Kohle erhalten:

BaS0 4 -f 4 C = BaS -f- 4CO.Es dient in der toxikologischen Chemie zur Darstellung von