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1 (1914) Anorganische Chemie
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Metalle.

In Staßfurt stellt man es dar durch Einwirkung vonChlornatrium auf Kieserit in der Kälte:

MgS0 4 + 2NaCl = Na 2 S0 4 + MgCl,;das Natriumsulfat scheidet sich aus, während das Magne-siumchlorid gelöst bleibt. Reines schwefelsaures Natriumgewinnt man durch Umkristallisieren des Rohproduktesoder aus reinem Natriumcarbonat und reiner Schwefelsäure.

Die Bezeichnung Glaubersalz rührt von seinemEntdecker Glauber her, der es 1658 bei der Dar-stellung der Salzsäure aus Kochsalz und Schwefel-säure im Rückstand auffand.

Natrium sulfuricum, Natriumsulfat, Salmir abile Glaub er i, Glaub er salz, Na 2 S0 4 -j- 10H 2 O,bildet farblose, verwitternde, leicht schmelzendeKristalle, in 3 Teilen kaltem Wasser, in 0,3 Teilen Wasservon 33° und in 0,i Teilen Wasser von 100° löslich, inWeingeist unlöslich. Am Platindraht erhitzt, färbtes die Flamme gelb ; die wässerige Lösung gibt mitBariumnitratlösung einen weißen, in Säuren unlös-lichen Niederschlag.

Prüfung. Auf Arsen (mit Zinnchlorür), Natrium-bisulfat (durch die Reaktion), Schwermetalle (mitH 2 S), Eisen, (mit Kaliumferroeyanid), Chloride (mitAgN0 3 ), Magnesium (mit Natriumphosphat).

Natrium sulfuricum siccum, GetrocknetesNatriumsulfat; zu seiner Darstellung läßt man inerbsengroße Stücke zerriebenes Glaubersalz bei 20°25°vollständig verwittern, trocknet es dann bei 40 °50°so lange, bis es die Hälfte seines Gewichtes verlorenhat, und schlägt es hierauf durch ein Sieb. Es bildetein weißes, mittelfeines, lockeres Pulver, welches beimDrücken nickt zusammenballt. Bezüglich seiner Rein-heit entspreche es den an das kristallisierte Salz ge-stellten Anforderungen.