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1 (1914) Anorganische Chemie
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Natrium und seine Salze.-

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eingedampft, versiedet wird; je nach der Temperatur er-hält man Grobsalz, Mittelsalz oder Fcinsalz.

In warmen Gegenden, z. B. an den Küsten des Mittel-meeres, Frankreich, Spanien, Italien, auch in den warmenKüstengegenden der Vereinigten Staaten, gewinnt manKochsalz, indem man Meerwasser im Sommer in flachenTonbassins (Salzgärten, Salzbeeten) verdunsten läßt, wobeidas Chlornatrium zuerst auskristallisiert Seesalz, Meer-salz, Sal marinum; die Mutterlaugen dienen zur Ge-winnung von Brom (S. 10). In kalten Gegenden (Nord-rußland, Sibirien) läßt man Meerwasser frieren und dampftdie von dem salzfreien Eis getrennte Lösung ein.

Das natürlich vorkommende Steinsalz ist dann undwann rot (durch Eisenoxyd) oder blau gefärbt. Aus demKochsalz des Handels, das stets durch andere Salze ver-unreinigt ist, besonders durch Natriumsulfat und Magnesium-chlorid, gewinnt man chemisch reines Chlornatrium, indemman zunächst durch Bariumchlorid die Schwefelsäure, danndurch Natriumcarbonat das Magnesium und das über-schüssige Barium ausfällt. Das Filtrat säuert man mitSalzsäure an und gewinnt das Chlornatrium durch Ein-dampfen und Umkristallisieren, oder man leitet in die kon-zentrierte Lösung HCl-Gas ein, wodurch das in konzen-trierter Salzsäure unlösliche Chlornatrium ausfällt, währenddie noch vorhandenen geringen Verunreinigungen in Lösungbleiben.

Natrium chloratum, Natriumchlorid, bildetweiße, würfelförmige Kristalle oder ein weißes, kristalli-nisches Pulver, welches sich in 2,7 Teilen Wasser zueiner farblosen, Lackmuspapier nicht veränderndenFlüssigkeit löst. Beim Erhitzen am Platindraht färbtes die Flamme gelb. Die wässerige Lösung gibt mitSilbernitrat einen weißen, käsigen, in Ammoniak leichtlöslichen Niederschlag.

Prüfung. Auf freie Salzsäure und Natriumcar-bonat (Reaktion), Schwermetalle (mit H 2 S), Sulfate(mit Bariumnitrat), Barium (mit verdünnter H 2 S0 4 ),Calcium (mit Ammonoxalat), Magnesium (mit Natrium-

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