Kalium und seine Salze.
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Kalium sulruratum pro balneo, Schwefelleber,Hepar sulfuris, wird durch Zusammenschmelzen von1 Teil Schwefel mit 2 Teilen Pottasche erhalten. Nachdem Erkalten wird die Masse auf eine Steinplatteausgegossen und in kleine Stücke zerschlagen.
Der Prozeß verläuft nach der Gleichung3 K 2 C0 3 + 8S = 2 K 2 S 3 + 3K 2 S 2 0 3 -f- 3 C0 2 ,das Präparat besteht also aus einem Gemisch vonKaliumtrisulfid und Kaliumthiosulfat. Bei zu starkemErhitzen zerfällt es zum Teil in Kaliumsulfat undKaliumpentasulfid.
4K,8,0, = 3K.80 iI
KÄ
s'
Leberbraune, später gelbgrüne Stücke, welcheschwach nach Schwefelwasserstoff riechen, an feuchterLuft zerfließen und sich in 2 Teilen Wasser bis aufeinen geringen Rückstand (Schwefel) zu einer alkalischreagierenden, gelbgrünen, etwas trüben Flüssigkeitlösen. Die wässerige Lösung entwickelt beim Erhitzenmit überschüssiger Essigsäure Schwefelwasserstoff, unddie vom Schwefel abfiltrierte Lösung scheidet nachdem Erkalten auf Zusatz von Weinsäurelösung einenweißen, kristallinischen Niederschlag aus.
Schwefelsaures Kalium, K 2 S0 4 , wird in Staß-furt aus Schoenit (S. 66) durch Umsetzung mitKaliumchlorid oder aus Kaliumchlorid und Schwefel-säure gewonnen:
(K 2 S0 4 + MgS0 4 -Schoenit+ (KC1-
■ 6 H 2 0) + 3 KCl = 2 K 2 S0 4-MgCl 2 + 6H 2 0)
der
Carnallit
2 KCl -f H 2 S0 4 = K 2 S0 4 -| - 2 HCl.Das Sulfat scheidet sich als Niederschlag aus,Carnallit in Lösung bleibt.
während