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2. Monocotyledones 2 (1907)
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Durchmesser, in der Regel hellgelb (seltener dunkelgelb oder weisslich), mit ca. 15 mm(bei einzelnen Formen klein, nur 2 mm) langer, trichterförmiger Röhre und mit 6 eiförmigenbis länglichen, + aufrechten, seltener abstehenden Abschnitten. Nebenkrone gross, bis über2 cm weit, zylindrisch-glockig, dottergelb, etwa so lang als die Perigonzipfel, am Randewellig, ungleich gekerbt. Griffel 4 bis 5 mm länger als die Staubblätter. III, IV (V).

Stellenweise auf buschigen Wiesen, in lichten Laubwäldern (besonders der Berge undVoralpen). Einheimisch nur im westlichen Gebiet (westliche Alpen, Vogesentäler des Oberelsass,Hundsrück, Eifel). Ausserdem in Gras- und Obstgärten sowie auf fetten Kulturwiesen in derNähe von Ortschaften als Gartenflüchtling verwildert und an vielen Stellen eingebürgert.

Allgemeine Verbreitung: Westeuropa (Iberische Halbinsel, Frankreich, England,belgisches Bergland, Italien).

Von dieser Art sind eine Reihe z. T. wild wachsende, z. T. in Gärten gezüchtete Formen bekannt,welche unter sich durch zahlreiche Kreuzungen verbunden sind. Hieher u. a.: f. serrätus Bak. Perigonabschnitte kürzer als die Nebenkrone. f. nöbilis Bak. Perigonabschnitte spreizend, weit abstehend. Saumder Nebenkrone stark nach auswärts gebogen. f. maior hört. (= N. Hispänicus Gouan). Pflanze in allen

Teilen grösser und robuster als die Stammart. Blätter 1 1 /% bis 2 cm breit.Blüten 5 bis 7 cm lang, mit verkehrt-kegelförmiger, fast 2 cm langer undbreiter Röhre und mit meist zitronengelben, bis 4 cm langen und l'/s cmbreiten Abschnitten. Nebenkrone tiefgelappt und stark gekräuselt. In Spanieneinheimisch; bei uns häufig in Gärten gezogen. f. bicolor hört. Perigon-abschnitte bis ca. 4 cm lang, gewöhnlich spreizend, fast weiss. Nebenkronedotter-, seltener hellgelb, mit abstehendem, krausem Rand. f. moschätushört. (= N. moschätus L., = N. candidissimus Red.). Perigonröhre verkehrt-kegelförmig, fast so breit als lang. Perigonabschnitte 2'/2 bis 3 cm lang, + nachvorwärts gerichtet, anfangs schwefelgelb überlaufen, zuletzt reinweiss. Neben-krone reinweiss. Wild in Spanien und im südlichen Frankreich. subsp.minor (L.). Pflanze in allen Teilen viel zarter und kleiner (nur 10 bis 15 cmhoch). Laubblätter bis 10 cm lang und ca. 5 bis 8 mm breit. Blüten 2Ya bis3 cm lang. Perigonröhre verkehrt-kegelförmig, fast 1'/2 cm lang und breit. Perigon-abschnitte l'/a bis 2 cm lang, schwefelgelb. Nebenkrone dunkler gelb, amRande tief 6-lappig, mit abstehenden Lappen. subsp. cyclami'neus (DC.).Stengel schlank, ziemlich starr aufrecht, fast stielrund, 15 bis 30 cm hoch.Laubblätter schmal-lineal, mit tiefgrubigem Kiel. Blüten stark nickend, mitverkehrt-kegelförmiger, sehr kurzer (nur 2 bis 3 mm lang) Röhre und mitplötzlich zurückgeschlagenen, bis 2,5 cm langen und bis 6 mm breiten, dotter-gelben Abschnitten. Nebenkrone orangegelb, etwa so lang als die Perigon-abschnitte. In Portugal (bei Oporto) wild aufgefunden. Nicht allzu seltenwerden auch im Freien Exemplare mit gefüllten Blüten angetroffen.

Diese Art ist trotz ihrer Schönheit ebenso wie die übrigen Narzissendem Graswuchs schädlich und zählt zu den giftigen Unkräutern der fetten,gutgedüngten Wiesen. Sie enthält ein Alkaloi'd (Narcitin), welches lähmendwirkt und beim Vieh Magen- und Darmentzündungen verursacht. Vom Weide-vieh wird sie auf den Wiesen stets stehen gelassen. Zur Zeit der Heuernte sinddie Blätter bereits vollständig verschwunden. N. pseudonarcissus ist eine homo-game Hummelblume. Im Grunde der Blüten befinden sich zwischen denFilamenten 3 Nektarien.

Fig. 411. Narcissus incompa-rabilis Mill. a Habitus (Vanatürl.Grösse), b Längsschnitt durch diePerigonröhre und den Fruchtknoten.c Stengelquerschnitt, d Blattquer-schnitt (c und d schematisiert).

l ) lat.Art verwechselt.

670. Narcissus incomparäbilis 1 ) Mill. (= N. odorus Gouan

nee L., = Queltia ämpla Salisb., = Q. incomparäbilis Haw.,

= Q. fdetida Herb.). Fig. 411.

Ausdauernd, 30 bis 40 cm hoch. Zwiebel ziemlich gross,

272 bis 4 cm dick. Stengel deutlich zweikantig (Fig. 411c),

unvergleichbar; wegen ihrer Aehnlichkeit mit N. pseudonarcissus wird sie oft mit dieser