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plötzlich in den kurzen Schnabel zusammengezogen, graubraun, 2^2 bis 3 mm lang, beiderseitsnervig (Fig. 221 d), an der Spitze schwach zweizähnig. Schnabel am Rande etwas rauh. Frucht
elliptisch, ca. 1,5 mm lang (Fig. 221 e). Narben 2 (Fig. 221 c). — V, VI.Sehr selten in Hochmooren, Moorsümpfen; stellenweise durch
Austrocknen der Moore verschwunden.
In Deutschland selten in Brandenburg (Kulmer See), in Ostpreussen(Kr. Oletzko: Kleszöwener Wald, See bei Schwidrowken), angeblich im Emslande(Estervvege auf dem Hümling), selten in Württemberg (Ellwangen, Rosenberg.Schrezheim, Wurzach, Buchau, Dietmanns), in Baden (Tiefer Graben und RuhstetterGemeinderied) und in Oberbayern; für Schleswig-Holstein fraglich. In Oesterreicheinzig in Ober-Steiermark (Hechtenseemoor bei Mariazell), Oberösterreich (Kellermoosbeim Dorf Ibm; ob noch?) und in Tirol (Seefeld). In der Schweiz im Jura (lesPonts, la Brevine, la Vraconnaz, St Croix, les Rousses, les Bioux, Belien, le Sentier,la Trelasse), im Kanton Schwyz (Sihltal und Teufelsbrücke bei Einsiedeln), Zug(Geissboden), Solothurn (Aeschisee) und Bern (Schwarzenegg, Schmidtmoos beiAmsoldingen).
Allgemeine Verbreitung: Skandinavien, Nordrussland,arktisches Sibirien, Nordamerika, Norddeutschland, Alpen undAlpenvorland.
444. Carex Iagöpina l ) Wahlnb. (= C. approximata Hoppe nee All.,
= C. leporina Good., — C. Lachenälii Schkuhr, = Vignea Iagöpina
Rchb.). Schneehuhn-Segge. Fig. 222.
Ausdauernd, 5 bis 15 cm hoch, grasgrün.Grundachse kurze Ausläufer treibend. Stengelstarr aufrecht oder wenig gebogen, stumpfkantig(Fig. 222 e), ganz glatt oder nur unmittelbarunter dem Blütenstand schwach rauh. Blatt-spreiten ziemlich schmal, 1 bis 2 mm breit,abstehend, grasgrün, ziemlich starr. Blütenstandkurz, meist ein längliches bis keulenförmigesKöpfchen darstellend, aus wenigen (3 bis 5)Aehren bestehend. Schläuche eiförmig, beider-seits verschmälert, schuppenförmig, konkav-konvex, schwach fein-nervig, gelbbraun, mit dunkelbraunem Schnabel,2,5 bis 3 mm lang (Fig. 222 c), anliegend. Schnabel am Rande glatt.Narben 2. Frucht klein, ca. 1,5 mm lang. Selten die Filamente einerBlüte deutlich verwachsen, an ihrer Spitze die sehr kurz gestieltenAntheren tragend (lüsus monadelphus Steiger). — VI, VII.
Hie und da auf Schutthalden, auf Triften, in Schneetälchen,in Sümpfen, auf nassen, humosen Ufern der Hochalpen, von ca. 2000bis 2600 m (Hohes Rad an der Silvretta; Virgljoch in Tirol angeblichnoch bei 3000 m), nur auf Urgebirge; von Savoyen bis Steiermark,Kärnten und bis zur Hohen Tatra (fehlt in Bayern, in Ober- und Nieder-österreich gänzlich).
Allgemeine Verbreitung: Pyrenäen, Alpen, Skandi-avien, arktisches Russland, Nordasien, Nordamerika.
Fig. 221. Carex heleo-nastes Ehrh. a Habitus('/anatiirl, Grösse), b Männ-liche Blüte mit Tragblatt.e Frachtschlauch mit Trag-blatt, d Fruchtschlauch mitNarben, e Frucht. /Stengel-querschnitt.
Fig. 222. Carex lagopin»Wahlnb. a Habitus ('/»natürl. Grösse). b Männ-liche Blüte mit Tragblatt.c Fruchtschlauch, d Trag-blatt, e Stengelquerschnitt-
] ) Griech.-lat. lägopus = Schneehuhn; vielleicht wegen des gemeinsamen Vorkommens in der hoch-