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412. Carex Davalliäna 1 ) Sm. (= C. scäbra Hoppe, = C. pulicaris All., = Vignea DavalliänaRchb., = Maükschia scäbra Heuff.). Torf-Segge, Hackbart. Tal 45, Fig. 2 und Fig. 20<k
Zu der Bezeichnung Bürsling siehe bei Nardus (Bd. I, pag. 372).
Ausdauernd, dichte, feste Horste bildend, 10 bis 30 (50) cm hoch (Fig. 209). Stengel zahl-reich, stielrund (Taf. 45, Fig. 2 c), oberwärts meist rauh. Laubblätter stumpf, dreikantig, dunkel-grün, + stark rauh (seltener fast glatt). Pflanze zweihäusig (Taf. 45, Fig. 2 und 2a). Aehren
eingeschlechtig, lineal,die weiblichen meistlänger und lockerer alsbei nr. 411. Tragblätterlänglich, von der Fruchtnicht abfallend. Narben 2.Fruchtschläuche allmäh-lich in den längernSchnabel ver.-.chmälert,3 bis 4 mm lang, 1 mmbreit, schwachnervig, zu-letzt etwas zurückcre-schlagen oder zurück-gekrümmt. — IV bis VI.Stellenweise sehrhäufig und oft gesellig aufFlachmooren, auf kurz-rasigen , überrieseltenRietwiesen, auf Weiden,(im norddeutschen Flach-lande sehr selten); in den Alpen vereinzelt bis 2550 m (Hörnli bei Zermatt im Wallis).Selten auch auf Hochmooren.
Allgemeine Verbreitung: Süd- und Mitteleuropa (fehlt in England, Dänemarkund Skandinavien), Kleinasien, Sibirien.
Aendert wenig ab: var. Sieberiäna (Opitz) Beck (= var. andrögyna Doli). Am Grunde dermännlichen Aehre mehrere weibliche Blüten. — Zerstreut und meist mit dem Typus.
var. glabrescens Bacher. Stengel und Blätter meist glatt. — Der Hackbart ist eine minderwertigeStreuepflanze von geringem Ertrag.
Von Bastarden dieser beiden Arten sind bekannt: 1. Carex dioica L. X C. Davalliäna Sm.( = C. Figertii Aschers, et Graebner). Lockerrasig. Stengel schwach rauh. Schlauch weniger stark nachabwärts geneigt als bei nr. 412. — Sehr selten in Norddeutschland (Liegnitz: Arnsdorf und Fellendort) beobachtet.2. C. dioica L. x C. stellulata Good. (= C. Gaudiniäna Guthnick). Tracht von C. stellulata. Stengelnur oberwärts rauh oder ganz glatt. Spreite zusammengefaltet, meist nur an der Spitze rauher, zuweilen glatt.Tragblätter stumpf rostbraun, schmal weiss-hautrandig. Blütenstand aus 1 bis 3 (etwas entfernten) Aehrenbestehend. Seitenständige Aehren ganz weiblich oder am Grunde männlich, die endständige am Grundegestielt. — Selten auf Hochmooren in der Schweiz (Kappel, Amsoldinger See bei Thun), im Vorarlberg (beiBregenz), in Tirol (I'lansee, bei Rattenberg, in Bichlach bei Kitzbühel, Wildalpsee bei Fieberbrunn, PassThurn), in Oberbayern (bei Tölz), bei Göttingen (Bramburg bei Adelebsen), Offenbach (Hengster) und Fennam Grunewaldsee bei Berlin (1903). 3. C. dioica L. x C. canescens L. (= C. microstächya Ehrh.)-Erinnert im Habitus an eine mehrährige nr. 411. Pflanze ausläufertreibend. Blätter borstlich gefaltet oderrinnig, an der Spitze dreikantig. Spreiten wenig rauh. Blütenstand mit 2 bis 4, genäherten weiblichen und1 endständigen, männlichen (an der Spitze oft weiblichen) Aehre. Tragblätter sehr kurz. Schläuche eiförmig*
209. llorst von Carex Davalliäna Sm. Fhot. V. Zünd, Miinchen-Luzern.
') Nach dem englischen Botaniker Edmund Davall (geb.Orbe im Kanton Waadt in der Schweiz.
1763, gest. 1798), später Forstmeister in