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6 (1827)
Entstehung
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Sonnenlhau (Drosera rotundifolia).

(Der frisch ausgepreßte und mit gleichen Theilen Weingeist

gemischte Saft dieses niedrigen, auf Torfgründen wachsenden

Kräutchens [Hb, Rorellae, Roris solis] ),

Uieses Kraut, eins der kräftigsten Arznei-Gewächseunsers Erdstrichs, ist von den altern Aerzten mehräufseilich — in Haut - Ausschlägen — doch nicht mitdem besten Erfolge, innerlich aber zuweilen, wie esscheint, mit Nutzen gebraucht worden. Die Neuern,welche hergebrachter Mafsen keine andern, als ihregrofsen Gaben kannten, wufsten, wenn sie nichttödten wollten, mit dieser ungemein heroischenPflanze zu innerlichem Gebrauche nichts anzufangen,und verwarfen sie daher.

Ich habe mich ihrer Anfangs in der drillionfachenVerdünnung ihres Saftes bedient, in neuern Zeitenaber in noch weit höherer Potenzirung und zuletztin der dreißigsten (decillionfachen) Verdünnung (je-des Verdünnungsglas mit nur zwei Armschlägen ge-schüttelt) und auch hiervon nur den kleinsten Theileines Tropfens, nämlich ein, mit dieser Verdünnungbefeuchtetes, Mohnsamen grofses Streukügelchen (wo-von 200, bis 300 vollkommen mit einem Tropfen derVerdünnung benetzt werden können), höchstens zwei

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