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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 3 (1914) Die heterocyclischen Verbindungen
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Tropinsäure.

der Zerlegung der genannten Pfianzenbasen (Näheres vgl. Bd. II, Tl. IVjdurch warme Salzsäure entstehen, — Tropin aus Atropin, Ekgonin ausCocain — wird diese Säure bei der Oxydation mit Chromsäure erhalten,und zwar aus Tropin in optisch inaktiver Form, aus Ekgonin (sowohl ausBechts- wie aus Links-Ekgonin) in rechtsdrehender Form; die enantio-stereomere, linksdrehende Form endlich ist durch Spaltung der inaktivenSäure aus Tropin mit Hilfe des Cinchoninsalzes erhalten worden. DieKonstitution der von Hebung entdeckten und zuerst für ein Piperidin-Derivat gehaltenen Tropinsäure wurde von Willstätteb aufgeklärt. Daßsie sich vom iV-Methyl-pyrrol ableitet, ergibt ihre Oxydierbarkeit (durchkonz. Chromsäure-Hischung) zu iV-Hethyl-succinimid; daß sie eine ge-sättigte Dicarbonsäure ist, folgt aus der Zusammensetzung der freienSäure, ihrer Salze und Ester. Unter den verschiedenen Möglichkeiten,die hiernach zur Wahl stehen, ist nun die obige Formel die einzige,welche mit dem für die Chemie der Belladonna- und Coca-Alkaloideüberaus wichtigen Nachweis verträglich ist, daß sieben Kohlenstoff-atome des Tropinsäure-Moleküls zu einer unverzweigten Ketteaneinander gereiht sein müssen. Diesen Nachweis führte Will-stätteb durch Anwendung des Hopmann sehen Abbaus mittels er-schöpfender Hethylierung (vgl. Bd. I, Tl. I, S. 912—914) auf den Tropin-säure-dimethylester C 10 H 17 O 4 N. Dessen Jodmethylat C n H 30 O 4 NI(Formell,s. u.) liefert nämlich bei der Zersetzung mit Alkali einen tertiärenAminosäureester C n H 19 0 4 N (II), der wieder Hethyljodid zu einem Jod-methylat C 12 H 22 0 4 NI addiert; dieses neue Jodmethylat (III) wird nunbei der Zersetzung mit Alkali in Trimethylamin C g H 9 N und einen stick-stoff-freien ungesättigten Dicarbonsäureester C 9 H 12 0 4 (IV) gespalten, dessenSäure C 7 H s 0 4 durch Keduktion mit Natriumamalgam in ätzalkalischerLösung eine gesättigte Dicarbonsäure C 7 H 12 0 4 liefert, welche als nor-male Pimelinsäure (V) identifiziert wurde:

Ho C ----- C PI 9

H,C------ OH

I) CH 3 0-CO-HC CHCH 2 -CO-OCH 8 ; II) CH 3 0-CO-HC CH-CH ä -CO-OCH,;

N^ N(CH 3 ) 2

H 3 C j ICH 3

H,_C ----- CH HC----- CH

III) CH 3 0-CO-HC CH-CH 2 -COOCH 3 ; IV) CH 3 0-CO-HC CH-CH 2 COOCH 3 ;N(CH 8 ) 8 I

V) HO.CO-CH 2 -CH„.CH 2 .CH„-CH 2 .CO-OH.

Die inaktive Tropinsäure aus Tropin krystallisiert aus verdünntem Al-kohol in farblosen Näd eichen, schmilzt bei etwa 248° unter Zersetzung und ist inWasser ziemlich löslich. Die rechtsdrehende Tropinsäure aus Ekgoninschmilzt, sehr rasch erhitzt, unter Zersetzung bei 253°; [o] D = + 14-8° bis 4- 15-1°(L8g in 13-5 cem Wasser). Für die durch Cinchonin-Spaltung aus der Tropin-