?den
Verhalten der Thiophen-Körper.
113
wertig anzunehmenden Schwefelatom. Glatte Aufnahme von Wasser-stoff ist nur bei Carbonsäuren beobachtet worden (vgl. S. 126 Tetra-hydro-thiophen-ß-carbonsäure). Von Halogen-Additionsprodukten ist nurdas Tetrachlorthiophen-tetrachlorid C 4 C1 8 S bekannt 1 . Die Vereinigungdes Tb.iopb.ens mit Alkyljodiden zu Sulfoniumjodiden ist nicht gelungen 2 .Über die Aufnahme von'Sauerstoff am Schwefelatom vgl. S. 117.
° hiernach das Thiophen dem Benzol viel ähnlicher erscheint' l ... e ™ ur an, so wird dieser Eindruck noch durch die Erfahrung er-i , '„ übersichtliche Ringspaltungs-Keaktionen — wie sie indie 1 an " unter dem Einfluß von hydrolysierenden oder oxy-
p„-u 6n S enz ien so vielfach beobachtet werden — in der Thiophen-Keihe seit«
oft eine Z
j e n sind 3 . Zwar erfolgt bei eingreifender Behandlungers plitterung des Kerns, die sich durch das Auftreten
Solch em lwe fel> Schwefelwasserstoff oder Schwefelsäure kundgibt.
n jx ls z> B- bei der Einwirkung von Aluminiumchlorid 4 , beim Er-
zen von Thiophen mit Jodwasserstoff 5 auf 140°, bei Behandlung vonß -J-hienyl. "—■ ti -------- - - -----------
latio 6than C 2 H 50-OC.NH-C 4 H 3 S mit Salzsäure 6 , bei
•* i ° n ^ lU0 Pben-Körpern mit Wasserstoffsuperoxyd 7 wah:
ei der Oxy-
-r-^-Körpern mit Wasserstoffsuperoxyd 7 wahrgenommen
th" l ' ^ UCa ^ zu erwähnen, daß' sich beim Erhitzen von Halogen-
n'*• W 6nen m ^ -^ atr i um e i ne braune Masse (Natriumcarbid ?) bildet, die
^ Wasser Acetylen entwickelt 8 . Aber über Spaltungen, bei denen die
nstofiatome des Kerns ihren Zusammenhalt wahren, liegen für ein-
\f th^f . P nen "Körper nur die folgenden Angaben vor. Leitet man
j'-thiophen mit Wasserstoff über erhitztes Kupfer 9 , so entsteht in
geringer Ausbeute ein Kohlenwasserstoff C 5 H 8 . Erhitzt man «-Jod-
wei° P l mlt Piperidin HN < C b H io auf 200 °> so bildet sich eine Base >p p. ® in alkoholischer Lösung durch Natrium zu u, J-Dipiperidino-butan
Tb, l ' CH 3 ,CH 2-CH 2 .CH 2 .N<C 5 H 10 reduziert wird 10 . Hocbhalogenierte
opheu-Körper liefern bei der Behandlung mit rauchender Salpeter-
e ualogenierte, ungesättigte, acyclische Säuren 11 , z.B.:
« r S (Tetrabrom-thiophen) ->- HO a C-CBr: CBr-COjH (Dibrom-maleinsäure);C H 3 ■ C 4 Br 3 S (Tribrom-a-thiotolen) -V CH 3 • CO • CBr: CBr • C0 2 H .
nun die Konstitution 12 des Thiophens betrifft, so wird manen Synthesen des Thiophens selbst und seiner Homologen aus
2 y*y *^ Meter, Die Thiophengruppe (Braunschweig 1888), S. 69.a 8'- Bamberger, B. 24, 1762 (1891).
* V \ daZU aU ° h Haebies > B - 34 > 1491 (1901).
s K * Mey es, Die Thiophengruppe (Braunschweig 1888), S. 155.
6 ^ lA0ES , Liecke, J. pr. [2] 61, 328 (1900).
7 L HTSSEN > J. pr. [2] 65, 4, 18 (1902).
8 0 ANPET . C. r. 153, 73 (1911); 154, 1090 (1912); 155, 170 (1912).
Was
Silb
WH, C. 1905, II, 1796.
ln EERad, C. 1911; jj lg41
w i°*\?' 28 > 2217 (1895).
Me ie
Vgl. dazu Steinkopf, A. 403, 14 Anm. (1914).. (i.ovu). n Angeh, Ciamician, B. 24, 74, 1347 (1891).
t> • v - Meyeb, Die Thiophengruppe (Braunschweig 1888), S. 30ff.
r -Jacobson
org. Ch. II 3 . (1. u. 2. Aufl.)
8 (August 1914)