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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 38.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Bromus tectorum. Habitus. 2. Bromus arvensis. Habitus. 3. Brachypodium pinnatum. Habitus und Deck-und Vorspelze (Figur links von Nardus).

Fig. 4. Nardus stricta. Habitus. 5. Lolium perenne. Habitus. 5 a. Aehrchen.

Waadt, Wallis (aufwärts bis Sitten) und Tessin (nördlich bis Gandria, Salvatore).Ausserdem zuweilen verschleppt, so um Hamburg, Röbel in Mecklenburg, um Berlin, beiJena, Dresden, Danzig, Augsburg, München, Zürich.

Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (östlich bis Krain, Kaukasus undNordpersien), Westeuropa (nördlich bis Belgien, dort besonders in der Kalkzone verbreitet).

Die Pflanze liegt dem Boden zuweilen fest an und wird deshalb leicht übersehen.

Aendert wenig ab: var. glaucescens Aschers, et Graebner. Pflanze graugrün, niedrig (bis 1 cmhoch). Blätter schmal. Rispe ährenförmig zusammengezogen, mit kurzen Aesten.

var. pätens Coss. et Dur. 30 cm hoch oder höher, hellgrün. Rispe locker ausgebreitet, pyramidal.Blätter breit, schlaff. An schattigen Orten.

CXII. Bromus 1 ) L. Trespe.

Meist einjährige oder mehrjährige, mittelgrosse Gräser. Scheiden grösstenteilsgeschlossen. Blätter in der Knospenlage meist (bei B. erectus nicht) gerollt. Rispeursprünglich gleichseitig, mit rundlicher Achse (durch spätere Verschiebungen nicht selteneinseitswendig werdend, z. B. bei B. tectorum), meist gross. Aeste abwechselnd zweizeilig,mit grundständigen Zweigen. Aehrchen mehrblütig, ziemlich gross. Hüllspelzen ungleich.Aehrchenachse gliederweise mit den Blüten abfallend. Deckspelzen 5- bis 7- (bis 9-) nervig,meist krautartig, auf dem Rücken gerundet, in der Regel 2-zähnig, unter der Spitze oderauf dem Rücken oder zwischen den Zähnen mit einer bald geraden, bald spreizenden,nie aber geknieten Granne (Taf. 37, Fig. 2 a, 3 c), selten wehrlos (meist bei Bromus inermis),oder neben der Mittelgranne noch 2 Seitengrannen. Granne gerade oder gekrümmt.Lodiculae häutig, verkehrt-eiförmig (Taf. 37, Fig. 3 d). Fruchtknoten mit 2- bis 3-lappigem,oberwärts behaartem Griffelpolster (Taf. 37, Fig. 3 e). Narbe auf der Vorderseite beträchtlichunter dem Scheitel sitzend. Frucht linealisch oder länglich, auf der Vorspelzenseite ge-furcht, von der Deck- und Vorspelze eng eingeschlossen. Nabelfleck lineal.

Die Gattung umfasst ca. 50 Arten, die besonders in der nördlichen gemässigten Zone verbreitet sind.Ausserdem kommen mehrere Arten im gemässigten Südamerika und auf den Hochgebirgen der Tropen vor.Das Rhizom von B. carthärticus Vahl aus Chile gilt daselbst als Purgiermittel. Einige Arten sind Futtergräser(z. B. Bromus inermis), während andere als Unkräuter in den Getreidefeldern auftreten (B. secalinus). B. uni-loi'des Kunth (= B. Schraderi Kunth), das in ganz Amerika vorkommt, bildet für wärmere Länder ein wert-volles Futtergras, da es schon im Januar und Februar viel Blattwerk erzeugt. B. Mango Desv. war vor derEinführung der europäischen Getreidearten für die Einwohner von Chile die wichtigste Brotpflanze.

1. Untere Hüllspelze 1-, obere 3-nervig. Deckspelze aus der zweizähnigen Spitze begrannt. . 2.

1*. Untere Hüllspelze 3- bis 5-, obere 5- bis 9-nervig. Deckspelzen etwas unter der zweizähnigen

Spitze begrannt.................................. 7

') ßg6ßog (brömos), Name des Hafers bei den alten Griechen (oder wahrscheinlich des Windhafers[Avena fatua]); vielleicht von ßgäfia (bröma) = Speise, Nahrung.