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Tafel 31.
Erklärung der Figuren.
Fig. 1. Cynodon dadylon. Habitus.
„ 1 ä. Aehrchen.
„ 1 b. Fruchtknoten mit Narben.
„ 2. Sesleria caerulea. Habitus.
„ 2 a. Aehrchen.
„ 3. Sesleria sphaerocephala. Habitus.
,, 3 a. Aehrchen.
Fig. 4. Phragmites communis. Habitus.
4a. Aehrchen.
4b. Fruchtknoten mit Narben.
5. Danthonia calytina. Habitus.
5 a- Aehrchen.
5 b. Fruchtknoten mit Narben.
Selten auf Wiesen, Schutt, Oedland, an Wegrändern, auf kultiviertem Boden.Wild nur in der französischen Schweiz (am Genfersee von Genf bis Lausanne; für dasWallis unsicher). Ausserdem hie und da mit Grassamen verschleppt und vorübergehend ein-gebürgert, so schon beobachtet bei Hamburg, in Westfalen, (Kastrop, Lippstädt), Mecklen-burg (Dassow), in Tirol (vorübergehend an der Suganertalbahn und bei Fersen), beiZürich etc.
Allgemeine Verbreitung: Mittelmeergebiet (da-selbst auch die subsp. filiförmis Aschers, et Graebner[= G. filiförmis Albert] mit fadenförmiger, oft bis 30 cm langerAehre) von Spanien und Marokko bis Kleinasien und Syrien,Portugal, West- und Mittelfrankreich.
LXXXIX. Danthönia 1 ) Lam. et DC. Trauben-hafer.
Zu der Gattung zählen gegen 100 Arten, die in den wärmern undgemässigten Zonen (besonders in Südafrika) beider Erdhälften verbreitetsind. Verschiedene Arten weichen in ihrer Tracht von der europäischencalycina stark ab. In Europa nur die folgende Art.
234. Danthonia calycina' 2 ) (Vill.) Rchb. (= D. provincialis
Lam. et. DC., = D. alpina Vest, = Avena calycina Vill.,
= A. spicäta Bellardi). Kelch-Traubenhafer. Ital.:
Vena spigata. Taf. 31, Fig. 5 und Fig. 107.
Ausdauernd, (10) 30 bis 60 (70) cm hoch, horst-bildend. Stengel schlank, aufrecht oder aufsteigend. Blatt-scheiden meist kahl und glatt. Spreiten schmal lineal (bis2,5 mm breit), trocken eingerollt, rauh, am Rande oft ge-wimpert, am Scheidenmund bärtig. Das oberste Blatt, dieRispe gewöhnlich nicht erreichend. Blatthäutchen in Haareaufgelöst. Blütenstand eine locker zusammengezogene, ein-fache Traube, bis 5 cm lang, meist nicht über 5 Aehrchentragend. Aehrchen bis über 1,5 cm lang, oft dunkel violettüberlaufen. Hüllspelzen meist deutlich länger als die Blüten,
Fig. 107. Danthonia calycina Rchb.a Habitus, b Aehrchen. c Deckspclzc.
1 ) Nach dem Botaniker Etienne Danthoine zu Marseille; beschäftigte sich zu Anfang des 19. Jahr-hunderts mit den Gräsern der Provence.
2 ) von lat. cälyx = Kelch, wegen der stark ausgebildeten, bleibenden Hüllspelzen, die früher fürden Kelch angesehen wurden.