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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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178
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77*. Rispenäste mit einem oder mehreren grundständigen Aesten. Scheiden meist gänzlich offen.

Festuca (z. T.) CX.

78. Aehrchen rundlich, an leicht beweglichen Stielen hängend. Deckspelzen fast wagrecht abstehend,mit ihrem Grunde die Aehrchenachse herzförmig umfassend . . . . ,......... Briza Cl.

78*. Aehrchen meist länglich. Deckspelzen selten wagrecht abstehend, am Grunde nicht herzförmig 79.

79. Rispen mit dicken, kurzen, starren Zweigen, oberwärts in Aehren übergehend. Aehrchen lineal.kurz und dick gestielt. Hüll- und Deckspelzen stumpf. Einjährig überwinterndes Gras . Scleropoa CXI.

79*. Rispe mit zarten, geschmeidigen Aesten...................80.

80. Deckspelzen auf dem Rücken gekielt. Aehrchen von der Seite her zusammengedrückt Poa CV.80*. Deckspelzen ungekielt......................... 81.

81. Aehrchen meist nur 2blutig, von der Seite zusammengedrückt. Deckspelzen hervortretend,dreinervig, kurz dreispitzig. Zartes im Wasser wachsendes Gras mit unterwärts geschlossenen Scheiden

Catabrosa XCIX.81*. Aehrchen mehrblütig, stielrundlich.....................82.

82. Deckspelzen mit 7 getrennt verlaufenden, deutlich hervortretenden Nerven. Hüllspelzen einnervig,wohl entwickelt............................Glvceria CVII.

82*. Deckspelzen mit undeutlichen Nerven. Untere Hüllspelzen ein-, obere 1 bis 3 nervig, manchmaldie untere verkümmert ............................ . 83.

83. Deckspelzen oberwärts trockenhäutig, abgerundet.......... Atropis CVIII.

83*. Deckspelzen lanzettlich, oberwärts verschmälert................84.

84. Deckspelzen lang begrannt. Blüten mit nur einem Staubblatt (kleistogam). Pflanzen einjährig.

Vulpia (z. T.) CIX.

84*. Deckspelzen meist kürz begrannt. Blüten mit 3 Staubblättern (chasmogam). Pflanzen ausdauernd.

Festuca (z. T.) CX.

Die grosse Familie der Gräser umfasst ca. 3500 Arten. Nach aussen ist sie streng abgeschlossen undzeigt einzig mit den Sauergräsern nähere verwandtschaftliche Beziehungen. Dagegen lassen sich die einzelnenGattungen wie bei anderen streng in sich geschlossenen Familien (Umbelliferae, Alismataceae) nur unsicherbegrenzen. Die Familie wird oft in die beiden Unterfamilien Panicoi de ae und Poeoideae, diese dann weiterin Tribus gegliedert. Bei den Panicoiden sind mehr als 2 Hüllspelzen ausgebildet (selten verkümmert oderfehlend). Die Aehrchen sind meistens einblütig, zuweilen noch mit einer oder zwei weitern männlichen Blütenbesetzt. Die Blüte ist scheinbar endständig, da die Achse meist nicht über dieselbe hinaus verlängert ist. DiePoeoiden dagegen besitzen in der Regel zwei Hüllspelzen (bei Lolium die untere, bei Nardus beide verkümmert).Die Aehrchen sind ein- bis mehrblütig, öfter eine oder einige obere, selten eine untere männlich oder ganz ver-kümmert. Die Achse des Aehrchens ist oft über die oberste Blüte hinaus verlängert.

LIV. Zea 1 ) L. Mais.

Die Gattung weist einzig die folgende, nur im kultivierten Zustande bekannte Art auf, welche höchstwahrscheinlich durch die Kultur stark verändert worden ist. Sie gehört zu den Tribus Maydeae, wo diemännlichen und weiblichen Aehren in getrennten Blütenständen oder in getrennten Partien desselben Blütenstandesauftreten. Die Hüllspelzen sind häutig bis lederig oder knorpelig; die unterste ist stets am grössten und schliesstmit den Rändern alle andern ein. Die Aehrchen stehen in Trauben oder Aehren, die sich bei der Reife gliedern.Ausser dem Mais gehören zu diesem Tribus noch die Gattungen Euchläena (E.Mexicäna Schrad. aus Mexiko,wird 2 bis 7 m hoch, ist sehr blattreich und wird als eine wertvolle Futterpflanze in allen warmen Länderngebaut), Trip cum (2 bis 3 Arten) im tropischen und subtropischen Amerika (T. dactyloi'des L., dasSesamgras", Futtergras und Zierpflanze), Polytöca (3 Arten in Ostindien), Chionächne (3 Arten im Monsun-gebiet bis Australien und Cöix (3 bis 4 Arten in China und Indien; vgl. pag. 181).

139. Zea mays L. Mais, Welschkorn, türkischer Weizen. Franz.: Mais, ble'de Turquie;ital.: Formentone, Granoturco; engl.: Maize, Indian Com, Great Com. Fig. 81; Taf. 22, Fig. 1.

Das Wort Mais kommt erst im Neuhochdeutschen vor und ist amerikanischen Ursprungs (z. B.mahis"auf Haiti). Die Bezeichnungtürkischer Weizen" will andeuten, dass die Pflanze keine einheimische ist,sondern aus dem Auslande stammt: Torkschen Weten (Unteres Wesergebiet), Türkischer Waz, Turkn-woaz (Niederösterreich), Tirkisch Boiz, tirkisch Buoize (Krain: Gottschee), türkisch Kürn (Sieben-bürgen), Türggächorn, Türggochorä (Schweiz), Türken (Tirol, Kärnten), Türggä, Türgga (Schweiz).

') £eid (spätere Form £t'a) bei den Griechen Bezeichnung des Dinkels (Triticum spelta) und andererteils als Pferdefutter, teils zur Kost für die Armen benutzter Getreidearten.