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1 (1906) Pteridophyta, Gymnospermae und Monocotyledones
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Tafel 15.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Typha laüfoüa. Blütenstand.

la. Zwei weibliche Blüten.

Ib. Männliche Blüten.,, 2. Typha minima Habitus. 3. Sparganium ramosum.

Blatt.

Habitus.

Fig. 4. Sparganium simplex- Habitus. 4a. Weibliche Blüte. 4b. Männliche Blüte. 5- Sparganium minimum, Habitus.

Angiospermae. 1 ) Bedeckt sämige Pflanzen.

Blüten ausser den Staub- und Fruchtblättern noch aus besondern unter diesenbefindlichen Blättern (Blütenhülle oder Perianthium) bestehend. Die Blütenhülle bestehtaus zwei oder mehreren Kreisen von Blättern, welche entweder alle gleichgestaltet(homoiochlamydei'sch) oder verschieden ausgebildet (heterochlamydeisch), d. h. in Kelchund Krone gegliedert sind. Meistens sind die Blattorgane der Blüten quirlig angeordnet.Die Fruchtblätter bilden für sich oder mehrere zusammen (fast stets) geschlossene Höhlungen(Fruchtknoten), in denen sich die Samenanlagen befinden. Seltener sind die Fruchtknotenund Staubblätter miteinander verwachsen (Orchidaceae, Asclepiadaceae).

Monocotyledones. 2 ) Einsamenlappige Blütenpflanzen.

Keimling nur ein Keimblatt (Cotyledo) entwickelnd. Hauptwurzel meist sehr früh-zeitig (bei den Palmen bleibt die Pfahlwurzel oft ziemlich lange erhalten) absterbend; dafürtreten dann Adventivwurzeln in grosser Zahl auf. Stengel von meist zerstreut stehenden,voneinander getrennten Leitbündeln durchzogen; daher ohne geschlossenen Holzkörper undohne deutliche Scheidung in Rinde, Holz und Mark. Leitbündel offen, ohne Cambiumund mit wenigen Ausnahmen (einige baumartige Liliaceen aus den Gattungen Dracaenaund Yucca) ohne sekundäres Dickenwachstum. Hauptspross wenig oder gar nicht ver-zweigt (Ausnahmen : fertiler Spross von Asparagus, Bambuseen, Dracaena, von den Palmenz. B. die Doum-Palme Aegyptens (Hyphäjne Thebaica). Blätter sehr selten gegenständig, zu-weilen quirlig (Elodea, Polygonatum verticillatum), sehr häufig zweizeilig (Iridaceae, Gramina)oder dreizeilig (Cyperaceae) angeordnet, aber niemals kreuzweise gegenständig (decussiert).Blattscheiden meist stark entwickelt (Araceae, Gramina), zuweilen stengelumfassend und rings-um geschlossen. Nebenblätter selten (Potamogetonaceae, Tamus etc.) entwickelt. Blattspreitegewöhnlich ganzrandig, von einfachem Umriss, häufig lang und schmal, bandartig oderschwertförmig, seltener rundlich oder herz- bis pfeilförmig, sehr selten mehrfach gegliedert,so bei einigen tropischen Taccaceen und Araceen (Sauromatum und Amorphophallus).Die Blätter der Fieder- und Fächerpalmen sind der Anlage nach ungeteilte Blätter; sieerhalten ihre geteilte Form erst später durch Zerreissung der ursprünglich ganzen Blatt-fläche. Blätter in der Regel parallelnervig, häufig ohne eigentlichen, stärkeren Mittel-nerven, seltener netznervig (Dioscoreaceae, Araceae), sehr selten einnervig (Elodea).

') Von äyyelov Gefäss und oxeg/ia = Samen; wegen der in einer meist geschlossenen Hülle ent-haltenen Samen.

2 ) Von ßövo; = einer, einzeln und y.ozv/.^öü'yv = Keimblatt.