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Ausserdem sind Spielarten mit durchwachsenen Aehren, Formen mit mehreren Ringen am Grundeder Fruchtähre und endlich Formen mit gegliederten (durch Ringe oder Scheiden getrennte) Aehren beobachtetworden. Diese Spielarten erinnern dann sehr an die fossile Gattung Phyllotheca aus der Trias- undJuraperiode.
Eine Missbildung stellt die f. spirälis Luerssen dar, bei welcher die Scheiden zu einem fortlaufenden,den Stengel spiralig umziehenden Bande vereinigt sind.
58. Equisetutn mäximum Lam. (= E. Telmateia Ehrh., E. eburneum Schreb.).Riesen-Schachtelhalm. Taf. 9, Fig. 2.
15 bis 30, selten bis 200 cm hoch; die grösste und stattlichste Form der einheimischenArten. Fruchtbare und unfruchtbare Sprosse verschieden gestaltet und nicht gleichzeitigerscheinend. Fruchtbare Sprosse (an manchen Stellen nur spärlich erscheinend) bis 25 (seltenbis 50) cm hoch und bis 13 mm dick, nicht (oder nur sehr selten schwach) grün, sondernelfenbeinweiss und vor den unfruchtbaren Sprossen erscheinend, mit ca. 12 einander sehrgenäherten, bis 4 cm langen, am Grunde hell-, sonst dunkelbraunen, anfangs zylindrischen,später trichterförmigen Scheiden, welche 20 bis 35 breite und flache Rippen tragen. Zähne1 /a bis Y 2 so l^g a l s die Scheidenröhre, lanzettlich-pfriemlich, öfter zu 2 bis 3 zusammen-hängend. Sporangienähre mit hohler Achse. Unfruchtbarer Spross bis 12 dm (seltener bis2 m) hoch und bis 10 (seltener bis 15) mm dick, im oberen Teile ästig, bis auf die dünne,astähnliche Spitze meist elfenbeinweiss, mit 20 bis 40 sehr undeutlich gewölbten Rippen.Scheiden am Grunde weisslich. Zähne so lang wie die Scheidenröhre, mit dunkelbraunemMittelstreifen und mit dunkel gestricheltem Saume; die Spitzen leicht abbrechend. Aestegrün, meist unverzweigt, 4 bis 5 rippig. — V, VI.
Verbreitet, aber doch stellenweise auffallend zerstreut, auf feuchtem Lehm- undMergelboden, in Waldsümpfen, an Strassenabhängen, Eisenbahndämmen; steigt in den Alpennicht höher als bis ca. 1400 m hinauf. In D eutschland ziemlich verbreitet; sehr zerstreut imNordosten (auch noch auf Rügen), sehr selten auch im Harz, in Thüringen und in West-falen. In Oe st erreich und in der Schweiz — mit Ausnahme der Alpen — ziemlichüberall verbreitet.
Allgemeine Verbreitung: Europa (mit Ausschluss von Skandinavien und desgrössten Teiles von Russland), Westasien, westliches Nordafrika, Nordatlantische Inseln,westliches Nordamerika.
Diese sehr auffällige und leicht kenntliche Art ist sehr formenreich:
f. ramulösum Aschers. Aeste der unfruchtbaren Sprosse spärlich verzweigt.
f. aquäticum F. Wirtgen. — Unterste Stengelglieder schwarz (oder am fruchtbaren Sprosse hellgrün)gefärbt und die Scheiden anliegend, nur etwa 16 zähnig. — In Waldsümpfen in 1 bis 1 dm tiefem Wasser beiBonn beobachet.
f. minus Lange. Kümmerform, nur 1 bis 2 dm hoch, mit 5 bis 6 entfernt stehenden, etwa 16zähnigenScheiden. — Bisher nui bei Bonn beobachtet.
f. proliferum F. Wirtgen. Endähre durchwachsen.
f. comfgerum Aschers. Sporenträger im unteren oder mittleren Teile der Endähre Uebergänge zuvegetativen Scheiden zeigend. — Bis jetzt sehr selten beobachtet.
f. distächyum Dörfler. Zwei Aehren sind übereinander gestellt. — Sehr selten.
f. comösum Milde. Aeste des unfruchtbaren Sprosses nur in der oberen Hälfte des Sprosses, auf-recht stehend. — Sehr selten.
f. compositum Aschers. Stengel der unfruchtbaren Sprosse etwa 3 dm hoch, vom Grunde anästig. Aeste aufrecht, die der unteren Quirle stengelartig (obwohl viel dünner), so lang als der Hauptstengelund dicht quirlig verzweigt.