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Vademekum der speziellen Chirurgie und Orthopädie für Ärzte
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Gastroptose.

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sinen, abends genommen, bei der Ausheberung am folgendenMorgen noch vorhanden sind.

Der Chemismus wird geprüft mit Lackmuspapier.

Bei saurer Reaktion prüft man weiter auf freie HCl mit:

a) Kongopapier oder

b) Günzb urgschem Reagens.Essigsäure, Buttersäure usw. riecht man.Phosphorsaure Salze sind selten im Magen.

Auf Milchsäure untersucht man mit UffelmannschemReagens : Dieses Reagens (Eisenchlorid) -f- filtrierter Magensaftgibt bei Anwesenheit von Milchsäure eine strohgelbe Farbe.

Die Magendiagnose ist, wie bereits betont, sehr gefördert wor-den durch das Röntgenbild. Der Magen liegt bei stehenden Pa-tienten schräg oder annähernd senkrecht; normalerweise zeigt erim Röntgenbilde Kuhhorn- oder Angelhakenform und geht nichtunter den Nabel herab.

Operative Therapie der Pylorusstenose: Das Prinzip dieserOperation ist die Umgehung des Hindernisses. Dieses geschiehtdurch die Gastroenterostomie:

A. Gastroenterostomia antecolica.

Hierbei muß die Dünndarmschlinge, welche mit dem Magenvereinigt wird, einen weiten Weg über das Colon transversummachen. Es besteht ferner die Gefahr des Rückwärtsstauens,und die Patienten bekommen Magenileus (Circulus vitiosus). Des-wegen fügt man nachBraun noch eine kleinere Anastomosezwischen den hochgezogenen Darmschlingen hinzu.

B. Gastroenterostomia retrocolica posterior verticalis.

Die Plica duodenojejunalis wird möglichst hoch gefaßt, derMagen wird durch einen Schlitz in das Mesocolon an der großenKurvatur hervorgezogen, und beide Schlingen werden dälln mit-einander vereinigt. Die Anastomose muß 46 Finger breit sein.Die Schleimhaut wird mit Katgut fortlaufend ringsum vernäht,um Blutungen zu verhüten, und im übrigen wird eine einfacheLembertsche Serosa-Serosaknopfnaht gelegt.

Nach der Gastroenterostomie findet nur selten Erbrechenstatt. Die Patienten werden bald nach der Operation, anfangsflüssig, ernährt.

Bei malignem Tumor ist das Idealverfahren die Magenresek-