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Vademekum der speziellen Chirurgie und Orthopädie für Ärzte
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Peritonitis.

Therapie: Laparotomie, wenn der Kräfteverfall zunimmt.Die Laparotomie wirkt wahrscheinlich durch Reizung des Perito-neums, durch eine reaktive Hyperämie bessernd. Die Tuberkelknöt-chen werden durch Bindegewebe substituiert. Vorher sind thera-peutisch konsequent Prießnitzumschläge neben sehr guter Ernäh-rung zu versuchen, da bei Kindern die Tuberkulose des Perito-neums und des Darmes prognostisch nicht ganz ungünstig ist.Die Ausheilung führt zu Verlötungen und Atrophie des Perito-neums: Das Cavum peritonei verschwindet vollkommen.

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durch Perforation eines erkrankten Bauchorganes,

I.

die diffuse jauchigeitrige Peri-tonitis,die abgekapselte Peritonitis,

Peritonitis acuta entsteht:

I. durch Verletzung von außen her;

2.

in erster Linie bei Appendicitis, ferner bei Magen-geschwür, Typhusgeschwüren usw.;3. von einem intraperitonealen Abszeß aus durch Kon-tinuitätsinfektion.Man unterscheidet zwei Formen der Peritonitis :

die Schwere der Infek-tion geht Hand in Handmit der Fläche der Aus-dehnung.

In der Regel steht, wenn eine Perforation in die Bauchhöhleerfolgt, die Peristaltik sofort still, und das Peritoneum kapseltmit großer Geschwindigkeit ab.

Symptome: Enorme Schmerzhaftigkeit des Leibes, beson-ders in der Gegend des primären Herdes, heftiges unstillbaresErbrechen, paralytischer Ileus mit Fehlen von Stuhl und Flatus(andererseits kommen auch heftige Durchfälle vor). Im Urin

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Therapie: Entfernung des primären Herdes, d. h. der pri- 'mären Ursache durch Operation; das ist die Hauptsache; ob manhinterher mit Kochsalzlösung spült oder trocken behandelt, istvon untergeordneter Bedeutung. Opium und Physostygminhaben nur symptomatische Bedeutung. Ein großer Teil der Chi-rurgen saugt heute das Exsudat mit Saugapparat auf und spülthinterher mit 40—50 1 Kochsalzlösung das Abdomen aus. Aufden Infektionsherd legt man ein durchlöchertes eingeöltes Me-talldrainrohr mit Stopftamponade, welche fleißig gewechselt wird.

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