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Mamma-Erkrankungen.
Therapie: Exstirpation der Mamma mit Ausräumung derAchselhöhle.
Tumoren. Bösartige Tumoren sind mit Flautund Unterlage verwachsen; gutartige sind gewöhn-lich in der Mamma verschieblich.
Um eine Verwachsung der Tumoren mit der Unterlage,mit dem Muse, pect., festzustellen, muß man den Arm der kran-ken Seite hochheben lassen; man spannt auf diese Weise denMuskel und versuche erst dann den Tumor in der Längsrichtungvon oben nach unten und umgekehrt zu verschieben.
Carcinom. Sitz meist in der Nähe der Warze, diffuseWucherung mit gleichzeitiger Schrumpfung. Warzeeingezogen wegen der Schrumpfung; meist großer, derber, stein-harter Tumor (Scirrhus in 80 Proz.), schmerzhaft nur, wenn indie Nerven wuchernd. Bevorzugt ist das Klimakterium. HarteAchseldrüsen. Etwaige Hautmetastasen sind lebhaft gerötet undentzündet.
Sarkom. Sehr großer, einzelner Tumor; kopfgroß in weni-gen Monaten, spannt die Haut, perforiert selten, bevorzugt mitt-leres Alter. Häufig cystische Erweichung.
Fibroadenome. Multiple, kleine, bis walnußgroße, wenigschmerzhafte, höckrige Tumoren, langsam wachsend; deut-liche Verschieblichkeit in der Drüse, keine Achsel-drüsen. Die Fibroadenome können cystisch degenerieren —Fibroadenoma cysticum — durch Abschnürung der Milchgänge.
Therapie der Fibroadenome: Entfernung durch Ovalär-oder Radiärschnitt unter Lokalanästhesie.
Ist die Diagnose irgendwie zweifelhaft, so exstirpiert manein größeres Stück zur mikroskopischen Untersuchung; diesegibt den Ausschlag.
Therapie des Mammacarcinoms: Amputatio mammae injedem Falle, in dem es möglich erscheint, das Carcinom voll-ständig zu entfernen. Oberster Grundsatz für alle Mam-matumoren: Sich nie mit Salben und Einreibungen aufhalten,wenn die Möglichkeit, daß ein Carcinom vorliegen könnte, auchnur entfernt gegeben ist.
Die Mammaexstirpation ist typisch geworden. Ellipsen-