Unterkiefer.
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1. fortgeleitet vom Munde aus, J ^^ ^^
2. metastatisch, J
Die Prognose ist quoad vitam und quoad functionem schlecht,zuweilen findet allerdings Spontanheilung statt.
Therapie: Ausschabung und eventuell Resektion des Unter-kiefers sowie Ausräumung sämtlicher benachbarter Drüsen. Vorder Unterkieferresektion muß man vom Zahnarzt eine Protheseanfertigen lassen.
d) Phosphornekrose — der ganze Kiefer kann nekro-tisch werden — ist jetzt wegen der segensreichen hygienischenVorschriften in den Phosphorfabriken selten. Phosphornekrosewird fast nur noch in der Heimindustrie beobachtet; sie gehtfast immer von kariösen Zähnen aus. Prognose schlecht. Be-handlung symptomatisch.
e) Luetische Nekrosen.
C. Tumoren.
a) Epulis — Riesenzellensarkom, meist gutartig, Farbebraunrot, entsteht im Anschluß an granulierende Wunden nachZahnextraktion oder geht vom Periost aus. Es kommt vorzüg-lich in dem mittleren Lebensalter vor und wächst besonderswährend einer Schwangerschaft außerordentlich schnell.
Therapie: Unter Leitungsanästhesie (die Unterkiefer las-sen sich völlig anästhetisch machen, indem man 1 cm oberhalbdes letzten Molarzahnes hinter der Lingula 2prozent. Novocain-Adrenalinlösung in den Nervus alveolaris inferior injiziert) wirdmit Luerscher Zange der Tumor gründlich weggekniffen; amOberkiefer wird die Novocain-Adrenalinlösung submukös-perio-stal injiziert.
b) Cysten — entwicklungsgeschichtlich versprengte Zahn-anlagen — machen spindelförmige Auftreibung; ihr Wachstumist sehr langsam, ohne Störung des Allgemeinbefindens. Perga-mentknittern. In der Cyste gewöhnlich überzählige Zähne. Pro-gnose günstig.
Therapie: Breite Abtragung der vorderen Cystenwandund nachfolgende Tamponade.
c) Osteome, Odontome, multilokulare Cystome, Adamanti-
L
Ziegner, Vademekum der speziellen Chirurgie und Orthopädie.