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Elektrizität.
Widerstand im unteren Stromkreise, und der Strom fließt mehr durch denoberen. Dadurch wird der Eisenstab nach oben gezogen, und die obereKohle geht durch Hebelwirkung nach unten.
§ 176. Peltier'sches Phänomen. Geht der Strom durch eineStelle, an der zwei Metalle zusammengelötet sind, so zeigt sich hieraußer der Joule 'sehen Wärme, je nach der Stromrichtung, noch einebesondere Erwärmung oder Abkühlung. Am stärksten zeigt sichdieses Peltier'sche Phänomen an Lötstellen von Wismut und Anti-mon. Geht der Strom vom Antimon zum Wismut, so findet eineErwärmung statt, im umgekehrten Falle eine Abkühlung. Diestritt auch bei anderen Metallen ein, und es läßt sich wiedereine thermoelektrische Spannungsreihe aufstellen. Fließt derStrom zuerst durch das in der Reihe voranstehende Metall, so findeteine Erwärmung, sonst eine Abkühlung statt. Die Endglieder dieserReihe sind Antimon und Wismut.
§ 177. Thermoelektrizität. Dieser Prozeß ist, wie die meistenelektrischen, einer Umkehrung fähig. Wird nämlich die Lötstellezweier Metalle erwärmt, so entsteht ein Strom in bestimmter Rich-tung, z. B. vom Wismut zum Antimon; wird sie abgekühlt, so ent-steht ebenfalls ein elektrischer Strom, aber von entgegengesetzterRichtung. Die Stärke des Stroms ist im allgemeinen der Temperatur-differenz proportional. Will man die schwache elektromotorische Krafteines solchen Thermostromes 1 erhöhen, so vereinigt man mehrereThermoelemente zu einer Thermosäule, bei der immer die un-geraden Lötstellen an einer Seite liegen und zusammen erwärmtwerden (Fig. 114). Diese Thermosäulen werden wenigerzur Erzeugung brauchbarer Elektrizitätsmengen benutzt,als zur Wärmemessung, da schon sehr geringe Tempe-raturdifferenzen elektrische Ströme erzeugen, die miteinem Galvanometer (Thermomultiplikator) sehr genaunachzuweisen sind.
§ 178. Elektrolyse. Die Vom A'sche Kontakttheorie ist in derNeuzeit ziemlich allgemein verlassen worden. Sie widerspricht jaauch dem Gesetze von der Erhaltung der Energie, weil nach ihr be-liebig große Elektrizitätsmengen durch einfache Berührung, also ge-wissermaßen aus nichts erzeugt werden. Man ist jetzt der Ansicht,daß Elektrizität nur durch Arbeit entstehen kann, sei es durch mecha-nische wie in den Dynamomaschinen, sei es durch Erwärmung, oderdurch chemische Vorgänge. Wahrscheinlich ist die Zersetzung von
Fig. 114.
1 S-f^iMos warm.