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Optik.
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gleiche Geschwindigkeit besitzen. Hat der ordinäre Strahl einekleinere Geschwindigkeit als der extraordinäre, wird er also stärkergebrochen, so heißt der betreffende Kristall optisch negativ, imanderen Falle positiv.
§ 140. Polarisation durch Doppelbrechung. Wie oben ge-zeigt, bietet die Doppelbrechung ein bequemes Mittel, polarisiertesLicht zu erhalten. Da aber die Schwingungsebenen der austretendenStrahlen aufeinander senkrecht stehen, durch ihre Vereinigung alsowieder gewöhnliches Licht entstehen würde, so muß man einen vonihnen beseitigen. Beim Turmalin z. B., einem rötlich bis grünenKristall, geschieht dies durch Absorption des ordinären Strahls. Estritt hier also nur ein polarisierter Strahl heraus, und dieser schwingtin der Richtung der optischen Achse; durch Turmalinplatten, dieparallel zur optischen Achse geschliffen sind, also einen Hauptschnittvorstellen, geben somit nur diejenigen Komponenten eines gewöhn-lichen Lichtstrahls durch, die parallel der optischen Achse schwingen.Eine solche Turmalinplatte dient dazu, um gewöhnliches Licht zupolarisieren, heißt daher Polaris ator. Legt man eine zweiteTurmalinplatte von gleicher Beschaffenheit so auf die erste, daß dieAchsen parallel sind, so können die durch die erste gegangenen Licht-strahlen auch die zweite passieren; blickt man also durch die Platten,so ist das Gesichtsfeld hell. Legt man sie aber mit gekreuzten
Achsen aufeinander, so muß das Gesichts-feld dunkel sein, weil ja immer nurparallel der Achse schwingende Strahlendurchgehen können (Fig. 92). Zwischendiesen Extremen gibt es natürlich Über-gänge. Die zweite Platte dient zum Nach-weis polarisierten Lichtes, weil ja gewöhn-liches, das nach allen Richtungen schwingt.in jeder Stellung durch sie gehen würde; sie heißt daher Analysator.Zwei Turmalinplatten zusammen bilden einen vollkommenen Polari-sationsapparat. Zweckmäßig verwendet man dazu die Turmalin-zange, eine federnde Zange, die an ihren Enden zwei um ihre Achsedrehbare Turmalinplatten trägt.
Häufiger noch benutzt man den Doppelspat in Form des Nicol -sehen Prismas, kurz Nicol genannt.
Äff DC (Fig. 93) sei ein natürlicher Kalkspatrhomboeder, dessen durchdie Kanten AB' und CD gehende Hauptschnittebene in der Zeichnungs-ebene liegen möge (Fig. 94). Man schleift nun zunächst (entsprechend denpunktierten Linien der Figur) die Endflächen so ab, daß sie mit den Kanten
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Fig. 92.