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Mechanik.
Fig. 36.
Manometer 1 sind Apparate, um die Spannung (Druck) von Gasen ineinem Raum von außen anzuzeigen. Die offenen M. bestehen aus doppeltgebogenen Röhren (Fig. 85), die mit einer Flüssigkeit, z. B. Quecksilber, ge-füllt sind und durch das eine Ende b mit der Luft, durchdas andere a mit dem betreffenden Raum, z. B. einem Dampf-kessel, kommunizieren. Ist der Druck in letzterem gleichdem Atmosphärendruck, so steht beiderseits die Flüssigkeitgleich hoch. Ist aber der Druck im Kessel höher, so steigtdie Flüssigkeit im Schenkel 6. Die Höhendifferenz plus demBarometerstande entspricht dann dem Druck im Kessel. Fürhohe Spannungen verwendet man geschlossene M., beidenen der Schenkel 6 oben geschlossen ist und über der=« Sperrflüssigkeit eine bestimmte Luftmenge enthält. Ist derenVolumen bei einem Atmosphärendruck bekannt, so entsprichtnach dem MAEiOTTE'schen Gesetze der halben Länge der Luft-säule ein Druck von 2 Atmosphären etc.
Der Heronsball ist ein Gefäß, aus dem durch kompri-mierte Luft Flüssigkeit herausgespritzt wird. Hierher gehörtz. B. die Spritzflasche der Chemiker (Fig. 36). Wird durch aLuft eingeblasen, so wird die Luft in der Flasche, kom-primiert und drückt das Wasser durch die Röhre b heraus. Auf diesemPrinzip beruht auch der Windkessel der Feuerspritze.
§ 50. Die Luftpumpe dient dazu, die Luft in einem Raum zu
verdünnen; ein vollständig luftleerer Raum läßt sich natürlich nichtherstellen. Erfunden wurde sie 1650 von dem Magdeburger Bürger-meister Otto v. Gtjbbicke.
In der einfachsten Form besteht sie aus einem Stiefel AA (Fig. 37), indem ein Kolben B luftdicht auf und nieder bewegt wird. Vom Stiefel geht
eine Röhre zur Glasglocke D, dem sogenanntenRezipienten, in dem die Luft verdünnt werdensoll. Der Hahn C hat eine doppelte Bohrung:wenn der Kolben B in die Höhe gezogen wird,kann die Luft aus D durch C hindurchgehen.Damit beim Niedergehen des Kolbens die Luftaber nicht zurück nach D geht, wird der Hahn Cso gedreht, daß er diesen Weg versperrt, durcheine zweite Öffnung aber mit der Außenluftkommuniziert. Die Luftverdünnung kann wegendes sogenannten schädlichen Raums, d. i.der Raum zwischen dem am unteren Ende seinesWeges angelangten Kolben B und dem Hahn C,einen bestimmten Grad nicht übersteigen. Beiden zweistiefeligen Luftpumpen steigt immer der eine Kolben und saugtLuft aus dem Rezipienten, während der andere heruntergeht und Luft aus-treibt. Den Luftdruck im Rezipienten mißt man durch ein Manometer [§ 49],das hier auch Vakuummeter heißt.
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A
B
A
U
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J
Fig. 37.
ßavoq dünn.